Potríes und Villalonga

ist eine Gemeinde der Provinz Valencia in der Region La Safor und hat nur ca. 1000 Einwohner. Archäologische Überreste von Hütten, Steinwerkzeugen und handgefertigten Keramiken lassen darauf schliessen, dass in der Gemeinde bereits in der Jungsteinzeit und der Bronzezeit menschliches Leben war.

Bis zum zum 19. Jahrhundert war Potrís eine von einer Mauer umschlossene Stadt mit vier Zugangstüren.

In dem schön renovierten Haus befindet sich das

Rathaus, das bewacht wird von dem netten Herrn,

denn in dem Gebäude ist auch das Keramikmuseum untergebracht. Einst war es auch das Gefängnis sowie die Schule.

Wir hatten Gelegenheit den „neuen“ Bürgermeister an seinem Schreibtisch zu fotografieren.

Die Pfarrkirche

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Santos Juanes

wurde Ende des 16. Jahrhunderts erbaut. In der Kirche ist das Relikt von

Sant Blai – ein Finger in einem Glasgefäß – und eine Schnitzerei des Christus der Qual aus dem 18. Jahrhundert aus der Einsiedelei Potrís in Alabaster zu sehen.

Ab 3. Februar findet das traditionelle Porrat de Sant Blai, dem Schutzpatron von Potrís statt

Kurze Erklärung: Porrat heisst übersetzt „Ein Brei“ und ist eine Messe, die unter der Anrufung eines Heiligen in der Einsiedelei oder im Heiligtum gefeiert wird, in dem er verehrt wird. Das charakteristischste Element dieser Feier ist der Markt, auf dem traditionelle Produkte, Süßigkeiten und Nüsse zum Verkauf angeboten werden. Der Ursprung dieses populären Brauchs wird der Verehrung der landwirtschaftlichen Gesellschaft für die Heiligen zugeschrieben, um gute Ernten und Fruchtbarkeit ihrer Tiere zu erzielen.

Heute erstreckt sich das Fest über die erste Monatshälfte des Februars. Die Tradition verlangt jedoch, dass die Gläubigen in die Pfarrkirche gehen und nach einer Kollekte das Relikt des Heiligen – den Finger im Glas – am Hals passieren lassen und so das Ritual der Reinigung und des Schutzes vor Krankheiten erfüllen, denn San Blai ist der heilige Beschützer vor Halsbeschwerden.

Wenn man dann nach dem Besuch der Kirche von Halsbeschwerden geschützt ist, spricht nichts gegen eine rasende Fahrt mit dem einen oder anderen Karussell auf dem Festplatz

Ob der Magen dann noch eine La Cassola de Sant Blai mit Fleisch, Wurst und und und verträgt?

Villalonga

Vilallonga ist eine Gemeinde in der Comarca Safor in der Autonomen Gemeinschaft Valencia. Es liegt neben Potries und hat nur ca. 4.300 Einwohner.

Eine Spazierfahrt führte uns über Serpentinen zu einem wunderschönen Blick über das gesamte Tal

Simat de la Valldigna

Simat de la Valldigna in der Comarca Safor ist circa 50 Kilometer südlich von Valencia und 20 Kilometer von Cullera und Gandia entfernt. Es ist eines der vier Dörfer der Valldigna.

Die Region um Simat de la Valldigna ist seit der Frühgeschichte bewohnt. Das zeigen die Höhlen von Bolomor in Tavernes de la Valldigna sowie von Medalletes und Parpalló in Barx.

Das kleine Dorf Barx liegt auf einer Anhöhe von etwa 300 m über dem Meeresspiegel und hat eine Geschichte, die bis ins erste Jahrtausend zurückreicht.

Die Kirche Sant Miquel Arcàncel von Barx.

Die Weiterfahrt nach Simat führt uns vorbei am

Mirador de la Visteta

der uns zu einem Spaziergang in dieser wunderschönen Landschaft einlädt. Anschliessend fahren wir zum Ziel unseres Ausflugs, nach Simat.

Erstmals erwähnt wird Simat zu Zeiten der maurischen Besatzung. Die Legende besagt, dass der König nach dem Kampf mit dem Muselmanen in Alicante durch dieses Tal kam und beim Anblick von der Schönheit und der Fruchtbarkeit zu einem Priester sagte: Ein Tal, würdig (Vall Digna) ein Kloster eurer Religion zu beherbergen.

So erbaute man im 14. Jahrhundert in dem kleinen Ort Simat, der umgeben von den Bergen der Serra de Corbera und dem Montdúver liegt, das

Kloster Santa María de la Valldigna

das Kirchenschiff

Wappen des Abtes Joan d’Aragó

Das Leben im Valldignatal wurde lange vom Kloster Santa María de la Valldigna bestimmt. 1835 endete die Herrschaft des Klosters und des Abts über das Tal und seine Menschen, als alle Kloster in Spanien vom Staat besetzt wurden. Das Kloster wurde Privateigentum, in dem Landwirtschaft und Viehzucht betrieben wurde. Die Kunstschätze gingen verloren, die Gebäude verfielen.

1991 kaufte die Regionalregierung der Region Valencia das Kloster zurück und wird heute wieder rekonstruiert und renoviert.

Die Überreste des Klosters zeigen, das es in drei Etappen erbaut wurde. Beginn war im 14. Jahrhundert in gotischem Stil mit der Anordnung der Gebäude um den Kreuzgang nach den Ordensregeln der Zisterzienser. Nach den Erdbeben von 1396 und 1644 wurde es im 17. und 18. Jahrhundert im Barockstil vergrößert und verschönert.