Insel Rügen

ist über zwei Brücken zu erreichen. Die

neue Rügenbrücke, eine Hochbrücke über den Ziegeldamm, mit 3 Fahrspuren. Sie ist nur für Fahrzeuge gebaut und Deutschlands größte Schrägseilbrücke.

Die zweite Brücke ist der Rügendamm. Er hat zwei Fahrspuren, Radweg, Fussweg und eine Eisenbahnstrecke.

Schaut man von der Brücke runter, sieht man die kleine

Insel Dänholm zwischen Rügen und Stralsund und ist über den alten Rügendamm und die Ziegelgrabenbrücke erreichbar. Sie Insel ist durch einen künstlich angelegten Hafen in einen größeren und einen kleineren Teil getrennt. Dänholm wurde lange Zeit militärisch genutzt und gilt als die Geburtsstätte der Preußischen Marine. Heute befindet sich auf Dänholm das Marinemuseum, das Hauptzollamt Stralsund und eine Außenstelle des Meeresmuseums Stralsund, das Nautineum.

Rügen ist mit 926 km² die flächengrößte Insel von Deutschland und liegt im Norden von Mecklenburg-Vorpommern. Mit rund 77.000 Einwohnern ist sie auch die bevölkerungsreichste deutsche Insel.

Durch die Eiszeit ist Rügen sehr hügel- und wasserreich. Die Küste ist durch zahlreiche Meeresbuchten und Lagunen (Bodden und Wieke) sowie vorspringende Halbinseln und Landspitzen stark gegliedert. Durch die weissen Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund und den gewaltigen Buchenbestand gehört Rügen zum Unesco Weltnaturerbe.

Wir fahren zuerst auf der B 96 der Insel Süd-Rügen in Richtung Samtes, Bergen und dann Binz-Prora, da wir einen Stellplatz in der Wohnmobiloase Prora reserviert haben.

Im Restaurant „Holla die Waldfee“ gibt es regionale und gutbürgerliche Küche die man durchaus empfehlen kann. Im Hofladen kann man ab 8.00 Uhr Brötchen kaufen und ganz wichtig: die Bushaltestelle ist direkt vor der Wohnmobil-Oase.

Unsere erste Station ist

Prora

ein Ortsteil der Gemeinde Binz. Prora liegt an der Ostseeküste, der Porer Wiek.

Das Gebäude wurde zwischen 1936 und 1939 von der Organisation „Kraft durch Freude“ gebaut. In dem KdF-Seebald sollten bis zu 20.000 Menschen gleichzeitig ihren Urlaub verbringen können. Das Seebad konnte durch den Beginn des Zweiten Weltkrieges jedoch nicht fertiggestellt werden.

Ursprünglich hatte der „Koloss von Prora“, der aus acht aneinandergereihten, baugleichen Blöcken bestand, eine Länge von 4,5 km. Zwischen 1945 und 1949 wurden 3 Blöcke zerstört, so dass nur noch 5 Blöcke auf einer Länge von 2,5 km erhalten sind.

1950 wurde Prora zur monumentalsten Kasernenanlage der DDR um- und ausgebaut und vier Jahrzehnte militärisch genutzt.

Im Dokumentationszentrum sollte man die Dauerausstellung „MACHTUrlaub“ besuchen. Die Ausstellung informiert über die Planung und Baugeschichte des „KdF-Seebades“ und zeichnet die Bedeutung Proras im Rahmen der Arbeit- und Sozialgeschichte während des Nationalsozialismus auf. In einer Ton- und Filmdokumentation aus dieser Zeit wird die Arbeits- und Lebenswelt im „Dritten Reich“ gezeigt.

Ab dem Jahr 2004 wurden einige Blöcke veräußert. 2013 wurde westlich des Seebad-Komplexes am historischen Forsthaus Prora das Naturerbe-Zentrum Rügen mit Aussichtsturm eröffnet. Seit dem 17. August 2018 hat Prora offiziell das Prädikat als „staatlich anerkannter Erholungsort“ .

Am nächsten Tag lassen wir den „Koloss von Prora“ links liegen und fahren mit den Bus zum Seebad Binz, dem größten Seebad auf Rügen.

Die Seebrücke von

Binz

ist 3 Meter breit und 370 Meter lang. Sie wurde erst 1994 wieder aufgebaut.

Die erste Brücke entstand bereits 1902, war 560 Meter lang und sollte den per Schiff ankommenden Besuchern ein Umsteigen auf kleinere Boote ersparen. Die Brücke erhielt eine elektrische Beleuchtung. Der Strom wurde mit Hilfe einer Dampfmaschine in der Nähe des Binzer Kurhauses erzeugt. 1904 zerstörte ein Sturmhochwasser die Brücke. 1906 wurde sie erneut aufgebaut und erhielt den Namen Prinz Heinrich Brücke. Doch bereits 1912 brach die Brücke unter der Last der Besucher beim Anlegen eines Dampfers ein. 17 Menschen kamen damals ums Leben. Als Konsequenz aus diesem Unglück wurde 1913 die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft.

Von der Brücke aus hat man einen wunderbaren Blick auf das

das 1908 erbaute Kurhaus, eines der über 70 Baudenkmale mit einem einzigartigen Baustil und die

ca. 4 Kilometer lange Strandpromenade

mit Strandkörben und Badenden soweit das Auge reicht. Ob es stimmt, dass man vom Kurhaus aus den wunderschönen weissen Sandstrand sieht, wagen wir zu bezweifeln.

Gegenüber der Seebrücke beginnt die Hauptstraße von Binz. Wir überlegen, ob wir mit dem Bähnchen fahren, entscheiden uns aber für den Fussmarsch durch die Einkaufsmeile von Binz.

Gleich an der Ecke sehen wir

Blick in die Hauptstrasse aus Richtung Seebrücke

das Strandschloss, ein Luxushotel. Die meisten Gebäude in Binz haben eine weisse Fassade aus Holz. Der Kern der Häuser besteht aus Stein. Die mehrgeschossigen Bauten sind mit geschnitzten Blumen- oder Meeresmotiven verziert.

Dann haben wir dieses Geschäft entdeckt

in dem alles rund um den Sanddorn erhältlich ist. Rügen ist ein idealer Standort für Sanddorn, da es hier die meisten Sonnentage in Deutschland gibt. Das Klima verwöhnt Mensch und Sanddorn, der auf Rügen eine lange Tradition hat.
Verlassen haben wir den Laden mit Sanddornlimonade, Sanddornlikör und Sanddornschnaps, da wir alles bei der Verkostung als sehr gut befunden haben. Ab sofort leben wir sehr gesund, da der Sanddorn einen hohen Vitamingehalt hat, unser Immunsystem stärkt und über unseren Kreislauf brauchen wir uns auch keine Gedanken mehr machen.

Das Jagdschloss Granitz (nicht verwechseln mit Jagdschloss Kranitz auf Rügen) liegt inmitten einem etwa eintausend Hektar großen Waldgebiets das seit 1991 zum Biosphärenreservat Südost-Rügen gehört.

Bildergebnis für jagdschloss granitz auf rügen

Von Binz aus ist das Schloss am schnellsten mit der Rügenschen Kleinbahn oder dem Jagdschlossexpress zu erreichen. Es wurde von 1837 bis 1846 mit vier Ecktürmen und einem Mittelturm im Stil der norditalienischen Renaissancekastelle im Auftrag von Wilhelm Malte I. zu Putbus erbaut. Im Zuge der ostdeutschen Bodenreform wurde die Familie Putbus enteignet. Heute ist das Schloss in staatlicher Hand und es befindet sich ein Museum darin.

Eine Attraktion auf Rügen ist eine Bahnfahrt mit der Rügenschen Kleinbahn auf dem Schmalspurbahnnetz. Das ursprünglich ausgedehnte Streckennetz wird nach mehreren Besitzerwechseln und Stilllegungen von Streckenteilen heute nur noch auf dem „Rasender Roland“ genannten Teil von Putbus über Binz, Sellin und Baabe nach Göhren befahren. Auf dieser 24,1 km langen Strecke verkehren Dampflokomotiven und Wagen, die teilweise fast 100 Jahre alt sind.

Mit dem Bus

kommen wir zum

Bahnhof „Rasender Roland“.

Warum heisst Schmalspurbahn denn so? Alles geht zurück in die 1960er Jahre. Die Insel seinerzeit oft von den Wismut-Kumpels (Bergarbeiter der Wismut AG, einem Produzenten für Uran) als Urlaubsort gewählt. Auf dem damals noch größeren Streckennetz fühlten sich die Passagiere sicher von A nach B gebracht und gaben der Bahn den Namen „Roland“: der Beschützende. Den Zusatz „rasend“ hat die Bahn eher ironisch erhalten. Fährt sie heute mit einer Geschwindigkeit von 30km/h über die Insel, war es zur damaligen Zeit viel langsamer.

Unsere Dampflock 99 1782-4, die 1953 gebaut wurde, ist schon eingefahren und so heisst es:

EINSTEIGEN BITTE!! in die teilweise schon über 100 Jahre alten Wagen.

Wir fahren durch ein wunderschönes Naturschutzgebiet

und bekommen durch den Dampf unserer Lok, der sich in den Bäumen festhält, diese tollen Bilder

Es war eine sehr schöne Zugfahrt, der wir am nächsten Tag eine Bootsfahrt

zu den Kreidefelsen folgen lassen, sie beginnt im Fährhafen von

Sassnitz

Im Hafen liegt das von der Volkswerft Stralsund umgebaute

Museums U-Boot OTUS, das in Großbritannien gebaut und 1963 in den Dienst gestellt wurde, vor Anker.

Vom Fährhafen Sassnitz

gibt es Fährlinien nach Schweden, Dänemark, Litauen und Russland. Mit einem Güterumschlag von etwa fünf Millionen Tonnen pro Jahr ist der Fährhafen Sassnitz der drittgrößte deutsche Ostseehafen.

Mit unserem Ausflugsboot

schippern wir um den

Leuchtturm in Richtung Kreideküste

dem Wahrzeichen der Insel Rügen im Jasmunder Nationalpark.

Die Kreidefelsen entstanden vor mehr als 70 Millionen Jahren nicht durch Gletscher sondern durch Ablagerungen verstorbener Kleinstlebewesen wie Muscheln, Schalentiere und Plankton. Langsam – auch wieder nach mehreren Millionen Jahren – wurden die Kreideschichten an die Oberfläche gedrückt. Sie überstanden 3 Eiszeiten und bildeten dann, wo einst noch ein Meer war die Kreideküste von Rügen.

Das ist der berühmteste Kreidefels

der sagenumwobene Königsstuhl. Zum einen heisst es, dass im Jahr 1715 der schwedische König Karl XII von dieser Stelle ein Seegefecht gegen die Dänen geführt haben soll, bei dem er so ermüdete, daß er sich einen Stuhl bringen ließ.

Eine weitere Sage ist, dass derjenige König wurde, der von der Seeseite den Kreidefelsen erklimmen konnte und sich auf den oben aufgestellten Stuhl setzte.

An Bord unseres Schiffes genießen wir noch

einen leckeren heissen Sanddorn mit viel Sahne und schon müssen wir wieder von Bord.

Ein weiteres Highlight unseres Rügenaufenthalts war der Besuch des Sandskulpturen-Festivals in Binz. Thema im Jahr 2015 war Film und Fernsehen.

Das Sandskulpturen-Festival hat eine Fläche von 5.600 Quadratmetern und ist die größte überdachte Skulpturenschau weltweit. Wir haben natürlich noch viel mehr Fotos, doch sie alle in den Blog zu stellen, würde den Rahmen sprengen, doch das Sandmännchen darf nicht fehlen

Der Abschluss unsers Aufenthalts in Rügen ist der Besuch des Störtebeker Festspiels am Ufer des Großen Jasmunder Boddens in

Ralswiek

Die seit 1959 bespielte Naturbühne

ist Deutschlands erfolgreichste Freilichtbühne. Sie ist nach dem Freibeuter und Piraten des 14. Jahrhunderts, Klaus Störtebeker, benannt. Zu sehen sind über 150 Mitwirkende, 30 Pferde, Falken und vier Koggen.

Wir waren im August 2015 bei dem Festspiel mit dem Titel „Aller Welt Feind“.

Das Stück spielt vom Jahr 1397, als von Rostock bis Riga, von Lübeck bis Nowgorod jeder gegen jeden kämpft und erzählt die Geschichte als vor Nowgorod das Gold des Nordens, der Bernstein, vom machtbesessenen Großfürsten Wassili, in großen Mengen der Erde abgerungen wird. Die Arbeiter des Fürsten lebten schlecht und so verkauften sie heimlich etwas Bernstein um sich ihr armseliges Leben aufzubessern.

An dieser Stelle beginnt die Aufführung mit den Deutschen Ordensrittern, dem Großfürst und den Seeräubern. Wir erleben eine spannende Geschichte voller Intrigen auf einem überwältigendem Bühnenbild.

das Bühnenbild links eine Hafenstadt an der Ostsee

das Bühnenbild rechts Nowgorod

Wie gebannt haben wir die Aufführung verfolgt und sind tief beeindruckt von der Abwechslung aus Action, Historie, Liebe, Leid, Kanonendonner und atemberaubenden Stunts. Es sind Adler geflogen und Pferde über die Bühne galoppiert (eins sogar mit einem brennenden Reiter auf dem Rücken). Am Ende brennen die Koggen bei einer Seeschlacht auf dem Großen Jasmunder Bodden und es findet ein Feuerwerk statt.

So, wie wir auf die Insel gekommen sind,

verlassen wir sie wieder – über die Rügenbrücke

von der wir diesen schönen Blick auf Stralsund haben

Zingst

ist eine Halbinsel am östlichen Ende der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst an der Ostsee und gehört zum Landkreis Vorpommern-Rügen in Mecklenburg-Vorpommern.

Will man von Bresewitz auf die Halbinsel Zingst , so muss man über die

Meiningenbrücke fahren. Sie wurde von 1908 bis 1912 als Eisenbahnbrücke gebaut und führte nach der Demontage der Bahnstrecke nach Zingst. (Wie wir erfahren haben, ist sie jedoch seit 2018 gesperrt).

Zingst, ein staatlich anerkanntes Seeheilbad im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft hat 3120 Einwohner, 2 davon haben wir in Spanien kennengelernt und besuchten sie in ihrem „Büdchen“ der

Blaue Maus

Blauen Maus, einem Restaurant für Fischsuppe und Fischbrötchen.

Bei unserem Spaziergang sehen wir die Kirche

St. Peter und Paul, eine neugotische, evangelische Kirche, die zwischen 1860 und 1862 erbaut wurde. Sie gilt als wichtiges architektonisches Denkmal in Zingst. Bei der Kirche steht ein

Gedenkstein der an ertrunkene Seeleute erinnert. Weiter geht’s vorbei am ehemaligen

Bahnhof der Darßbahn, der als Restaurant und Kunstgalerie genutzt wird. Wir haben ihn noch vor der Restauration gesehen.

Dieses Haus hat den schönen Namen

Haus Morgensonne. In dem denkmalgeschützten Kapitänshaus, das 1867 erbaut wurde, befindet sich das Heimatmuseum von Zingst.

Im Museumshof sollte man auch die

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Museumshof_Zingst.JPG

Pommernstuben besuchen. Hier kann man alte Handwerkstechniken bestaunen oder selbst erlernen.

Das Foto zeigt das

Kurhaus.

Das ist Seenotrettungsschuppen der gegenüber der Seebrücke liegt und heute außer Dienst gestellt. Er dient als Relikt aus vergangenen Tagen der Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger als Traditionskabinett und beherbergt ein Lokal mit Biergarten.

Die Seebrücke von Zingst

Bildergebnis für seebrücke zingst

ist 270 m lang und 2,50 m breit. Der silbrig blaue „Pilz“, der aus dem Wasser ragt, ist eine Tauchgondel. Sie besteht aus einer mit Fenstern ausgestatteten Besuchergondel, die Sitzplätze und einen Maschinentisch enthält und einen zentralen Pfeiler, an dem sie ins Wasser und zurück fährt.

Der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft ist ein Paradies für

Surfer und lädt ein zum Radeln oder Wandern

wie weit wohl?

Die Fahrt auf dem Mississippidampfer

Riverstar haben wir leider verpasst. Vielleicht beim nächsten Mal.

Das größte zusammenhängende Waldgebiet auf die Halbinsel Zingst ist der

Osterwald. Eine Besonderheit ist die Anpflanzung von 6 aus Nordamerika eingeführten Mammutbäumen. Im Osterwald leben der Waldkauz, der Rote Milan und die Sumpfrohreule.

Stralsund

im Nordosten Deutschlands, befindet sich im südlichen Ostseeraum und gehört zu Mecklenburg-Vorpommern. Die Hansestadt liegt am Strelasund, einer Meerenge der Ostsee und wird als „Tor zur Insel Rügen“ bezeichnet. Stralsund ist die am dichtesten besiedelte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern.

1234 erhielt Stralsund das Stadtrecht und kam als Gründungsmitglied der Hanse durch den internationalen Handel zu Wohlstand. In der Altstadt sind zahlreiche Bauten aus der Backsteingotik zu sehen, die seit 2002 zum Unesco-Weltkulturerbe gehören.

Als die Schweden die Macht 1648 übernahmen, begann der Ausbau der Stadtbefestigung mit 14 Bastionen, die alle zum Schutz im Dreissigjährigen Krieg dienten.

Während der Zeit der Deutschen Demokratischen Republik wurden in der Stadt zahlreiche Plattenbausiedlungen errichtet, der historische Altstadtkern jedoch verkam. Wirtschaftlich lebte die Stadt vor allem vom Schiffsbau auf der Volkswerft Stralsund

die Schiffe für die Sowjetunion zum Teil im 10-Tage-Rhythmus fertiggestellte.

Wir sind am Alten Markt am Wahrzeichen von Stralsund, dem

Rathaus mit seiner „Schaufassade“, denn hinter der prächtigen Fassade verbirgt sich in den letzten 3 Stockwerken

nichts. Die Geschichte vom Rathaus reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Im Ratskeller entstand der größte Lagerraum mit 1400 qm von Nordeuropa. Kaufleute mieteten Lagerflächen an und deponierten teure Stoffe und Weine. Durch die bis zum 19. Jahrhundert reichenden Erweiterungs- und Umbauten entstand ein architektonischer Stilmix.

Direkt neben dem Rathaus ist die

St. Nikolaikirche. Sie ist die älteste der 3 Pfarrkirchen von Stralsund und wurde erstmals 1276 urkundlich erwähnt. Die Planung und der Bau der Kirche erfolgte gleichzeitig mit der Planung des Rathauses. Sie wurde zur Ratskirche. Den westlichen

Haupteingang der Nikolaikirche erreicht man nur vom Stralsunder Rathaus durch den Buttergang kommend. In der Kirche sind viele Kunstschätze zu sehen. Besonders erwähnenswert ist die

astronomische Uhr. Sie wurde 1394 in Gang gesetzt. Zu erkennen ist dies an der lateinischen Schrift unter dem Zifferblatt. Seit dem 16. Jahrhundert steht sie aber still. Das Westportal der Nikolaikirche ist auch sehr beeindruckend.

Während St. Nikolai – die Prächtige – die Kirche der Patrizier war, diente

St. Marien – die Mächtige, als Gotteshaus für Handwerker und Krämer. Sie ist die jüngste gotische Backstein-Basilika und gehört zu den Meisterwerken im nordischen Raum.

St. Jakobi – die Schmächtige, ist die jüngste der 3 Stralsunder Pfarrkirchen. Sie wurde die Kirche für den ärmsten Stand der Stadt. Heute wird sie als Kulturkirche für gesellschaftliche und kulturelle Zwecke genutzt.

In der Hafenstraße auf der Hafeninsel ist das

Ozeaneum der Hansestadt Stralsund mit 8.700 qm Ausstellungsfläche. Es ist ein zur Stiftung Deutsches Meeresmuseum gehörendes Naturkundemuseum mit dem Schwerpunkt Meer. In 40 Aquarien sind ca. 7000 Fische und Tiere zu bestaunen. Das größte Becken im Ozeaneum ist das Schwarmfischbecken mit dem Namen „Offener Atlantik“ das 2,6 Mio. l Wasser fasst. Im Ozeaneum sind auch Humboldt-Pinguine zu sehen.

In der Mönchstraße ist die im 13. Jahrhundert erbaute

Katharinenkirche. Der frühgotische Backsteinbau ist der erste Bau des Dominikaner Ordens an der Ostseeküste. Sie wurde als Kirche für die im benachbarten Katharinenkloster tätigen Mönche errichtet. Seit 1973 ist in der Kirche das Deutsche Meeresmuseums untergebracht.

Ebenso in der Hafenstraße ist der 1876 entstandene

Koggenspeicher. Der 33 m hohe Speicher hatte ein Fassungsvolumen von 3100 Tonnen.

Heute ist das Skurrileum, ein Museum für komische Kunst, untergebracht. Wer gerne lacht, sollte sich einen Besuch nicht entgehen lassen.

In der Fährstraße 23 ist das denkmalgeschützte

Scheelehaus, das zusammen mit dem Haus Fährstraße 24 eine Einheit bildet. Es ist ein viergeschossige Giebelhaus, das im 14. Jahrhundert als Dielenhaus errichtet wurde. Sehenswert an der Fassade ist ein Korbbogenportal mit rechteckigen Fenstern. Im Hausflur des Gebäudes ist eine Gedenktafel die darauf hinweist, dass in diesem Haus Carl Wilhelm Scheele geboren wurde.

In dieser Straße sind viele schön renovierte

Giebelhäuser.

Die beiden, der ehemals 10 Stadttore von Stralsund sind das

Kütertor, ein einfaches Turmbauwerk in der Stadtmauer, das bis 1862 ein Gefängnis war. Im Haus daneben wohnte der Torschliesser.

Das zweite, noch erhaltene Tor ist das

Kniepertor, ein aus Backstein errichtetes Tor, das erstmals 1293 urkundlich erwähnt wird. Das Tor spielte in der Geschichte der Stadt öfter eine bedeutende Rolle, so z.B. als es Wallenstein im Dreissigjährigen Krieg an der Eroberung von Stralsund hinderte.

In der Mühlenstraße sehen wir

prächtige, farbenfrohe Bürgerhäuser, die Stralsund seit der Hansezeit prägen. Mit der Gestaltung der Giebel zeigten die Kaufleute ihren Reichtum und ihre Macht.

Wir gehen zur Hafeninsel

und kommen vorbei am denkmalgeschützten Lotsenhaus mit der Adresse Hafenstraße 50. Es wurde 1901 als Lotsenwache errichtet. Das Backsteingebäude hat ein bis zu zwei Metern dickes Mauerwerk.

Wir stärken uns mit einem leckeren Fischbrötchen vom

Flipper, einem Räucherfischkutter und gehen weiter zum Querkanal

(hier ist links die Rückseite des Ozeaneum zu sehen)

und kommen zum

Südhafen mit dem tollen Blick auf die

Rügenbrücke.

Der Stralsunder Hafen besteht aus dem Stadthafen, dem Nord- und dem Südhafen. Im Nord- und Südhafen werden vor allem Stück- und Schüttgut umgeschlagen. Viele Segel- und Motorboote haben im Hafen ihre Liegeplätze

und am Ufer gibt es urige Hafenbars mit netten Namen wie „Klabautermann“.

Jetzt machen wir uns auf den Weg zur

Gorch Fock.

Die Gorch Fock ist ein als Bark getakeltes Segelschulschiff. Sie wurde 1933 bei Blohm & Voss für die Reichsmarine gebaut und nach dem Schriftsteller Gorch Fock benannt. Die seit 2003 nicht mehr seetüchtige Bark liegt im Stralsunder Hafen. In dem auf dem Schiff befindlichen Museum kann man sich über die bewegte Vergangenheit der Gorch Fock informieren.

Es waren auch andere tolle Schiffe im Hafen

die man besichtigen oder für eine Rundfahrt mieten konnte.

Unser Tag wurde mit einem Hafenfest mit

Live-Musik gekrönt.

Vom Wohnmobilstellplatz An der Rügenbrücke, Werftstr. 5 aus machen wir uns auf den Weg zur Insel Rügen.

Wismar

ist eine Hansestadt an der Südspitze der Wismarer Bucht an der Ostsee und wird erstmals 1167 urkundlich erwähnt. Wismar war früh Mitglied der Hanse und blühte im Spätmittelalter auf, was man durch viele gotische Baudenkmale noch heute sehen kann.

Unser Weg zur Altstadt führt uns zum

Alten Hafen. Von hier haben wir bereits einen Blick auf die Altstadt von Wismar, die jedoch noch ein bisschen auf uns warten muss, denn wir haben durch den netten Herrn vom nächsten Bild Gelegenheit

den Toppsegelschoner

Albatros zu besichtigen.

Wir erfahren, dass das Schiff 1942 für Frachtfahrten unter dem Namen Dagmar Larsen auf der dänischen Werft Tommerup in den Dienst gestellt wurde. 1978 kaufte der deutsche Verein Clipper das Schiff und taufte es auf den Namen Albatros. Mit der ehrenamtlichen Stammbesatzung werden ein- und zweiwöchige Fahrten in der deutschen und dänischen Ostsee mit überwiegend Jugendlichen durchgeführt, die während der Fahrt auch mitarbeiten.

Unter Deck ist es sehr eng, wie man unschwer an den

Kojen und im

Navigationsraum erkennen kann. Die Besichtigung, bei der wir auch noch durch den Maschinenraum gehen konnten, war sehr beeindruckend, doch nun geht’s weiter Richtung Altstadt.

Wir sehen auf der linken Seite von unserem Ufer den historischen

Alten Hafen, der aus dem Beginn des Industriezeitalters stammt. Hier werden keine Güter mehr umgeschlagen. Der Alte Hafen gilt als einer der attraktivsten Orte von Wismar. Er ist zum einen Heimathafen der Poehler Kogge, der Nachbau einer Hansekogge in Anlehnung an die Schiffsbaumethoden des 14. Jahrhunderts sowie auch Spielort der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern.

Das wäre gerade das richtige Bötchen für uns beide.

Dieser neugotische Backsteinbau wurde 1888 als

Zollhaus errichtet. Heute ist dort ein Restaurant untergebracht. Nur wenige Meter weiter ist das

Wassertor, das letzte erhaltene Hafentor von ehemals 5 Stadttoren.

Wir sind am Holzhafen

da meldet sich der kleine Hunger und wir müssen uns entscheiden, ob wir bei dem gemütlichen Herrn

eine Fischsuppe genießen oder

beim Fischkutter

eine Fischsemmel oder leckere Kibbelinge holen. Kibbelinge gewinnen.

Frisch gestärkt sehen wir dieses imposante Gebäude, das

Gewölbe, ein Fachwerkbau auf zwei tonnengewölbten Brückejochen. Unter dem Gebäude fliest die Runde Grube, die kurz danach in den Alten Hafen mündet. Hier prüften im 17. und 18. Jahrhundert die Vorsteher des Ratskellers, die sogenannten Weinherren, angelieferte Weine auf ihre Qualität bevor sie ins Rathaus gelangten.

In der Altstadt steht noch der Turm der

Marienkirche, der zu den ältesten Bauwerken von Wismar gehört. Im Krieg stürzte das Dach und alle Gewölbe ein, 1960 wurde der Rest der Kirche gesprengt. Der Turm mußte als Seezeichen erhalten bleiben, er wurde restauriert und wird heute für Veranstaltungen genutzt. Im Vordergrund ist der aufgemauerte Grundriss des beseitigten Kirchenschiffs zu sehen.

Eine weitere Kirche, die als Gotteshaus und Kulturstätte zur Verfügung steht, ist der monumentale gotische Sakralbau

St. Georgen.

hier finden Theateraufführungen statt.

Das ist das Bühnenbild von „Jedermann“. Das Kirchenschiff ist das

höchste in Deutschland . Zur Aussichtsplattform von St. Georgen fährt man in einem gläsernen Aufzug.

Es lohnt auf alle Fälle, denn man hat einen schönen Blick auf die Kirche

St. Nikolai, eine dreischiffige Basilika, die als Kirche der Seefahrer und Fischer erbaut wurde. Das Kirchenschiff von St. Nikolai gehört zu den höchsten Deutschlands.

Das war für uns neu: in der

Ähnliches Foto

findet man eine

Kinderspielecke und Tische für den Kaffeeplausch der Mamas.

Ansonsten kann man in der Spitalkirche aus der Mitte des 13. Jahrhunderts eine rot-weiss-gelbe

Bretterdecke mit 26 Bildern aus der biblischen Geschichte sehen. Ein weiterer Blickfang ist die

Glasmalerei aus dem 14. Jahrhundert mit 26 Scheibenbildern in gotischen Farben, eine der bedeutenden Glasmalereien im Ostseeraum. Es werden Szenen vom Leben von Jesus und Maria und einigen Heiligen dargestellt.

Aus dem 17. Jahrhundert stammt der

Hauptaltar und die Kanzel aus der Renaissance und gehört zu den besten in Mecklenburg.

Am Marktplatz steht ein Wahrzeichen der Stadt, die

Wismarer Wasserkunst von 1602 im Renaissancestil. Die beiden davor sitzenden Skulpturen sind

Nix und Nixe. Auf dem Platz findet der

Wochenmarkt statt. Vom Marktplatz aus sieht man auch das über einem Kellergewölbe errichtete

Rathaus, das zwischen 1817 und 1819 erbaut wurde sowie das backsteingotische Bürgerhaus

Alter Schwede aus den Jahr 1360, in dem heute ein Restaurant zu finden ist.

Einer der größten Arbeitgeber von Wismar ist die

MV-Werft. Die Schiffbauwerft beschäftigt etwa 600 Mitarbeiter, einen Teil davon in einem der größten überdachten

Trockendocks Deutschlands – links im Bild oben

In der Sargmacherstraße wurden wir von einem herrlichen Kaffeegeruch angelockt und fanden die

Unser Ladengeschäft in Wismar

Kaffeerösterei im cafeshop „especial“, in der wir bei der

Kaffee Röstung zuschauen konnten. Der Chef des Shops erklärte uns die Kaffeemischungen und die notwendigen Röstzeiten. Vom Ergebnis seiner Arbeit war er sehr begeistert – wir auch.

So eine Firma kannten wir bisher nicht,

eine Dampf-Wasch- und Platt-Anstalt.