Willkommen

Heinz und Mimi 

nehmen dich hier mit auf ihren Reisen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ach ja: das ist neu

wir überarbeiten gerade Spanien (außer Spanien Winterurlaub 2017/18) und haben viele Bilder hinzugefügt

und berichten neu über die Insel Rügen, Kiel-Holtenau, Eckernförde, Laboe und Lübeck. Hier waren wir bereits 2015.

Venedig

erreichen wir mit dem öffentlichen Bus. Die Haltestelle vom Bus ist direkt neben unserem Campingplatz Serenissima in Malcontenta-Venezia. Für die Hin- und Rückfahrt nach Venedig brauchen wir ca. 20 Minuten und sie kostet nur € 3,00.

Venedig liegt in Nordosten Italiens, ist Hauptstadt der Region Venetien und trägt den Beinamen La Serenissima – die Durchlauchtigste. Wir waren also auf dem „Durchlauchtigsten“ Campingplatz. Venedig und seine Lagune gehört seit 1987 zum Weltkulturerbe.

Das historische Zentrum der Stadt liegt auf 118 Inseln die eine Gesamtfläche von 414,6 km² haben. Davon entfallen 257,7 km² auf Wasserflächen. Die gesamte Lagune erstreckt sich über etwa 550 km² zwischen den Mündungen der Flüsse Adige (Etsch) im Süden und Piave im Norden und wird von 60 km langen Sandbänken gegen die Adria abgegrenzt. Überwiegend besteht sie aus Watt- und Marschland, den sog. Barenen und aus Fischfanggründen, den Valli de Pesca. Die Barene werden von Kanälen durchzogen die man Ghebi nennt.

Der nördliche Teil der 550 km² großen Lagune enthält vorwiegend Süßwasser und wird vom Gezeitenwechsel kaum berührt. Er heißt daher Laguna morta die „tote Lagune“. Die Salzwasserlagune, deren Wasserstand mit Ebbe und Flut sinkt und steigt und vom Meerwasser stärker durchspült wird, heißt Laguna viva „lebende Lagune“. Barene mindern bei Hochwasser den Wellenschlag und bieten Raum für das in die Lagune eindringende Wasser.

Durch die Flora und Fauna der venezianischen Gewässer findet man darin ein grosses Artenreichtum. Es können deshalb auf dem Markt viele Fischarten wie Aal, Meeräsche, Wolfsbarsch, Goldbrasse angeboten werden. In der Lagune brüten über 60 Vogelarten. Säugetiere und Reptilien sind hier auch zu finden.

Alle Häuser in der Lagune wurden auf Holzpfählen errichtet, die man in den Untergrund rammte, denn es wurde früh entdeckt, dass sich unter der Schlammablagerung fester Lehmboden befand, der Caranto. Die Bauten wurden, um Gewicht zu sparen, aus leichten, hohlen Tonziegeln erbaut, den mattoni. Viele der Häuser sind in

schlechtem Zustand. Eine Ursache ist der Anstieg des Wasserspiegels, denn dadurch wird in den meisten Häusern das untere Stockwerk unbewohnbar. Der andere Grund ist, dass seit Ende der Republik Venedig die Pflegemaßnahmen an Bauten und Kanälen vernachlässigt wurde. Das Ausbaggern der Fahrrinnen für Überseeschiffe, die den Hafen von Marghera ansteuern, hat viele Fundamente unterspült. Die Wohnungen in der Altstadt sind erheblich teurer als auf dem Festland und deshalb oft unbewohnt.

Wir unterbrechen unsere Erkundungstour in der kleinen Bacari (Weinschänke) nicht, wie der Venezianer für ein Glas Wein, das Ombra (Schatten) heisst, sondern

für einen Cappuccino und

Cicchetti, Venedigs berühmte und auch sehr leckere Appetithäppchen.

Hier ist der Glockenturm der Chiesa di San Pantaleone Martire zu sehen, die im venezianischen Dialekt San Pantalon heisst.

Die Kirche liegt Bezirk Dorsoduro am gleichnamigen Campo

und ist dem Heiligen Pantaleon gewidmet.

Wir gehen wieder durch kleine Gassen

über kleine Brücken und stehen dann am Campo San Rocco, mit der links auf dem Foto abgebildeten

Scuola Grande San Rocco. Es ist keine Schule sondern ein Zusammenschluß, gemeinnütziger Vereine oder einer Bruderschaft. Sie hatten karitative Zwecke oder waren Zusammenschlüsse aller Handwerker, also der heutigen Innung. Die Scuola Grande di San Rocco ist die bekannteste der sechs ehemaligen Vereinigungen und gilt als wichtige Sehenswürdigkeit in Venedig.

Neben der Scuola Grande San Rocco ist die römisch-katholische Kirche Chiesa di San Rocco. Beide Gebäude wurden zwischen 1489 und 1508 errichtet. Die Kirche ist ein Bau aus der Renaissance, jedoch wurde die Fassade des Gotteshauses erst im 18. Jahrhundert errichtet.

In der Kirche findet man Werke italienischer Maler der venezianischen Schule

Die Chiesa di San Rocco beherbergt auch die Reliquien des heiligen Rochus, dem Patron der Kirche. Seine Gebeine wurden im 16. Jahrhundert nach Venedig überführt. Er wird als Pestheiliger verehrt.

In einem weiteren schönen Gebäude am Campo San Rocco ist das Leonardo da Vinci-Museum untergebracht. Es widmet sich dem Denken und den Werken von Leonardo da Vinci. Im Inneren des Museums sind funktionierende und interaktive Nachbildungen von „Leonardo da Vincis Maschinen“, die aus den berühmten „Da Vinci Codes“ erschaffen sind. Auch kann man einige seiner grandiosen anatomischen Studien bewundern sowie eine Kunstgalerie, in der seine wichtigsten Gemälde in Form von Nachbildungen gezeigt werden.

Nur 100 Meter vom Campo San Rocco entfernt ist die

Basilica Santa Maria Gloriosa dei Frari, (übersetzt „Brüder“) auch Frarikirche, ist neben San Zanipolo der größte und bedeutendste gotische Sakralbau in Venedig. Diese römisch-katholische Kirche befindet sich am Campo dei Frari im Sestiere San Polo und ist der Aufnahme Mariens in den Himmel geweiht.

Das aus Stein wirkenden Gewölbe wurde wegen des problematischen Baugrundes zur Gewichtsreduzierung aus verputztem Rohrgeflecht erstellt.

Wie bei anderen venezianischen Kirchen, wird der Bau durch hölzerne Zuganker stabilisiert. In der Kirche sind hervorragende Kunstwerke zu sehen. Eines Hauptwerke von Tizian

ist das Altarbild der Basilika mit dem Namen „Maria Himmelfahrt“. Das Gemälde ist 6,90 m hoch und mit einer Breite von 3,60 m das größte Altargemälde der Stadt sowie auch das größte, jemals von Tizian gemalte Werk. Es wurde mit Ölfarben auf Holz gemalt.

In der Frarikirche sind zahlreiche Grabmonumente berühmter Venezianer,

darunter das des Dogen Pesaro zu sehen. Für dieses Monument hat er in seinem Testament extra 12 000 Dukaten hinterlassen. Das

Grabmal von Tizian, dessen richtiger Name Tiziano Vecellio war, ist selbstverständlich auch in der Basilika. Ein weiterer Hingucker in der Kirche ist das

Denkmal für Antonio Canova. Er war ein italienischer Bildhauer und gilt als einer der Hauptvertreter des italienischen Klassizismus.

Sehr beeindruckend ist dieser

Reliquien-Altar sowie das

hölzerne, geschnitzte Chorgestühl,

das 1468 vollendet wurde.

Wir verlassen das Stadtviertel San Polo

in Richtung San Marco und da ist er,

der berühmte Canal Grande. Er ist 4 Kilometer lang, zwischen 30 und 70 Meter breit und bis zu 5 Meter tief, die Hauptwasserstraße von Venedig und wird von der Rialtobrücke überspannt.

Die Rialtobrücke war bis Mitte des 19. Jahrhunderts die einzige Brücke über den Canal Grande. Sie wurde Ende des 16. Jahrhunderts anstelle einer Holzbrücke errichtet und besteht aus Kalkstein. Heute führen vier Brücken über den Canal Grande.

Selbstverständlich stürzen auch wir uns in das Getümmel auf der Brücke

um von oben ein Foto auf den Canal Grande zu knipsen.

Witzig war dann, als wir auf der Brücke feststellten, dass wir im

„No Mafia Venezia E’Sacra“ zu Mittag gegessen hatten. Nun überlegen wir, ob das Menü deshalb nur € 12,90 -natürlich plus € 2,00 per la copertina- gekostet hat, weil sie an die Mafia nichts abdrücken, denn geschmeckt hat es.

Wir laufen nun im Strom mit

und sind

am Markusplatz (italienisch Piazza San Marco) dem bedeutendsten und bekanntesten Platz in Venedig. Der Markusplatz ist 175 m lang und bis zu 82 m breit. Nur er trägt in Venedig die Bezeichnung Piazza, da er früher der einzige befestigte Platz der Stadt war.

Der Markusplatz ist einer der niedrigsten Orte in Venedig. Er steht nicht selten bei Hochwasser (Acqua Alta), das vor allem im Winter vorkommt, unter Wasser und kann nicht mehr betreten werden. Es werden dann für die Fußgänger Stege aufgebaut.

Eines der eindrucksvollen Gebäude am Markusplatz ist der Dogenpalast (italienisch Palazzo Ducale).

Er war seit dem 9. Jahrhundert Sitz des Dogen (Staatsoberhaupt). Der Palast war Regierungs- und Verwaltungszentrum der Republik und zugleich Symbol der Größe und Macht der Seerepublik Venedig.

Der Palast ist einer der bedeutendsten Profanbauten der Gotik und ein Glanzwerk venezianischer Baukunst. In den Innenräumen sieht man Stuck, vergoldete Schnitzereien und historische Gemälde. Hier haben die großen Maler Venedigs den vergangenen Glanz und Ruhm der Lagunenstadt der Nachwelt überliefert.

Zwischen dem Dogenpalast und dem Markusdom ist das

Porta della Carta. Es stammt aus dem 15. Jahrhundert und führte in den Innenhof des Dogenpalastes.

Im Sistiere San Marco am Marktplatz befindet sich der Markusdom (italienisch Basilica di San Marco). Es war das zentrale Staatsheiligtum der Republik Venedig bis zu ihrem Ende 1797 und ist seit 1807 die Kathedrale des Patriarchen von Venedig.

Der Markusdom wurde zwischen

den Jahren 829 und 832 als Palastkapelle des Dogenpalastes unter dem Dogen Giovanni I. Particiaco erbaut.

Eine Besichtigung des Doms war uns nicht möglich, da Eintrittskarten nur online erworben werden können und während unseres Aufenthalts alle Termine ausgebucht waren. Doch alleine die Besichtigung aussen ist schon atemberaubend.

Und da ist dann noch der 98,6 Meter hohe Campanile, der Markusturm. Er ist das höchste Gebäude von Venedig. Ursprünglich diente seine Turmspitze den Schiffen als Leuchtturm.

Er wird von den Venezianern der Paron di casa, der Hausherr genannt. Seine heutige Gestalt entstand 1511–1514. Als man versuchte in den Turm einen Lift einzubauen, stürzte er am 14. Juli 1902 ein. Bemerkenswert war, dass kein einziger Mensch verletzt oder ein benachbartes Gebäude beschädigt wurde. Der Campanile wurde dann von 1903 bis 1912 mit den alten Steinen rekonstruiert und kann heute mit Hilfe eines Aufzuges bestiegen werden. Im obersten Geschoss hängt ein fünfstimmiges, historisches Bronzegeläut.

Vorbei am Dom steht dieses schöne Gebäude mit dem

das Torre dell’Orologio der Uhrturm. Er wurde zwischen 1496 und 1499 errichtet. Am Uhrturm ist eine astronomische Uhr mit einem Zifferblatt aus Lapislazuli. Sie zeigt die Mond- und Sonnenphasen sowie die Tierkreiszeichen an. Auf dem Dach stehen zwei riesige Bronzefiguren die auf eine Bronzeglocke die Stunden schlagen.

Südlich des Marktplatzes, zwischen Kampanile und Zecca befindet sich die

Biblioteca Nazionale Marciana, eine der größten Nationalbibliotheken Italiens mit den wichtigsten Sammlungen für griechische, lateinische und orientalische Handschriften.  Die Bibliothek ist die einzige Institution, die aus der Zeit der Republik Venedig verblieben ist.

Durch die Vielfalt der schönen Gebäude werden die beiden Monolithsäulen fast übersehen.

Diese Säule ist Markus dem Stadtheiligen von Venedig gewidmet und zeigt die San-Todaro-Statue auf einem Krokodil und

diese den Markuslöwen. Der Platz auf dem die Säulen stehen heisst Piazzetta San Marco. Hier wurden Staatsgäste empfangen sowie auch Hinrichtungen durchgeführt.

Doch vor der Hinrichtung mussten die Verurteilten erst über die

Seufzerbrücke, eine Verbindungsbrücke zwischen dem Dogenpalast und dem Gefängnis, die über den acht Meter breiten Kanal, den Rio di Palazzo führt. Die schmale, elf Meter lange, weisse Kalksteinbrücke wurde um 1600 erbaut. Die „Seufzerbrücke“ erhielt erst in Romantik ihren Namen. Man dachte, dass die Gefangenen auf ihrem Weg ins Gefängnis von hier aus zum letzten Mal mit einem Seufzer einen Blick in die Freiheit in der Lagune werfen konnten.

Bevor wir uns auf den Weg zum Busbahnhof angetreten haben, konnten wir noch diese Dame sehen

Wir haben nicht erfahren, ob sie sich in der Jahreszeit getäuscht hat oder ein Überbleibsel vom Karneval in Venedig ist, denn das Fest dauert vom 6. Januar bis zum Beginn der Fastenzeit am Aschermittwoch.

Der historische Karneval ist mit seinen Masken, Tierkämpfen, Herkulesspielen und Feuerwerken der bekannteste neben Florenz und Rom. Seinen Ursprung hat der venezianische Karneval durch einen Festtag zu Ehren des Gottes Saturn (die Saturnalien) in der Antike. Durch die italienischen Fürstenhöfe im Spätmittelalter wurde der Karneval immer prunkvoller und aufwändiger.

Wir kommen wieder vorbei an winzigen Gassen

und kleinen Kanälen

Unsere etwas müden Füsse liessen uns dann überlegen, wie wir zum Busbahnhof kommen. Setzen wir uns in eine

Gondel für 80,00 € eine halbe Stunde? Was kostet es wenn er länger braucht? Der Gondoliere nannte uns keinen exakten Preis, deshalb entscheiden wir uns dagegen, denn er wollte auch nicht singen.

Dann nehmen wir eben gegenüber den Wasserbus für 7,50 € pro Person. Doch ganz spontan steigen wir in ein Wassertaxi und fahren auf dem Canal Grande.

Super toll!! Wir sehen

wieder schöne oder

renovierungsbedürftige Gebäude

das Casino

und

und

und jetzt

sind wir am Busbahnhof. Jetzt kommts: die Preisverhandlung mit dem Skipper war angeblich ein Missverständnis. Wir haben 15,00 € verstanden und er behauptete, dass er 50,00 € gesagt habe. Na ja, mit 40,00 € war er dann auch einverstanden. Wir haben es nicht bereut, denn wir hatten eine schöne Fahrt auf dem Canal Grande.

Verona

ist eine Stadt in der Region Venetien im Nordosten Italiens und die Hauptstadt der Provinz Verona. Um Verona schlängelt sich die

Etsch (italienisch Adige)

Seit 2000 gehört die Altstadt zum Unesco-Welterbe. Die Gründung von Verona war bereits vor 550 v. Chr. und wurde erst als Kolonie des Kaiser Augustus eine große Stadt.

Wir stehen mit unserem Womo sehr zentral an der Area Costa Camper in der Via Gianattilio dalla Bona.

Zu Beginn unserer Besichtigungstour kommen wir vorbei am

Porta Palio

einem Portal der ehemaligen mittelalterlichen Mauern von Verona, das zwischen 1550 und 1561 gebaut wurde. Die Blechfiguren davor stammen aus der heutigen Zeit und sollen Romeo und Julia darstellen.

Am Piazzale 25 Aprile, dem Vorplatz vom Bahnhof Puerto Nuova steht der

Tempio Votivo

eine katholische Kirche, deren Bau von einem Bischof 1943 zugesagt wurde, als Kriegsereignisse ein tragisches Schicksal für die Stadt ankündigten. Die Kirche sollte ein schreckliches Unglück abwenden und heisst deshalb: Votivtempel.

Direkt vor dem Bahnhof steht eine Bühnenfigur aus der Oper Aida. Die Bühnenfiguren sind auf ganz Verona verteilt

wie hier beim Beginn des Corso Porta Nuova

Am Ende der Straße stehen wir vor dem

Portoni della Brà

das erstmals 1257 erwähnt wird. Das Portal besteht aus 2 Rundbögen, zwischen denen sich seit 1872 eine

Ovo-Uhr befindet. Durch das Tor, dann sind wir am

Piazza Bra

dem größten Platz von Verona mit zahlreichen Bars und Restaurants. Rechts neben dem Stadttor ist der

Palazzo della Gran Guardia

der ehemalige Palast der großen Wache. Er wurde 1610 erbaut und war das Quartier und der Sitz der Stadtwache und wird heute als Kongresszentrum und Galerie genutzt. Auch das Rathaus von Verona, der

Palazzo Barbieri

befindet sich am Piazza Bra. Der Palazzo diente früher als Kaserne. Neben dem Rathaus ist die

Arena di Verona

ein gut erhaltenes römisches Amphitheater, das etwa im Jahr 30 n. Chr. errichtet wurde und außerhalb der Stadtmauer Veronas lag. In römischer Zeit fasste die Arena über 30.000 Zuschauer und wurde für Gladiatorenkämpfe und Hinrichtungen genutzt. Ab dem 15. Jahrhundert wurde die Arena als Theater genutzt, doch erst seit 1913 finden regelmäßig Aufführungen statt. Am 10. August 1913 wurde anlässlich des 100. Geburtstags von Giuseppe Verdi die Oper Aida aufgeführt. Aufgrund der hervorragenden Akustik konnte sich die Arena schnell als Konzertstätte etablieren. Vor allem in den Monaten Juni, Juli und August finden Opernaufführungen und Rock-Konzerte statt.

Am Piazza S. Nicolò steht die Kirche

Kirche San Nicolò all’Arena

deren Baubeginn 1627 war. Als die Pest ausbrach wurde der Bau der Kirche eingestellt. San Nicolò all’Arena konnte erst 1697 fertiggestellt werden.

Nach der Kirche kommen wir zum

Porta dei Borsari

Die Porta Borsari stammt aus dem 1. Jhr.v.Chr. und markierte zu römischer Zeit den südlichen Eingang nach Verona. Das schöne Stadttor war Sitz der veronesischen Zöllner die hier stationiert waren und die Zölle der mitgeführten Waren kassierten. Nach dem Tor spaziert man auf einer

alten Straße und kommt zum historische Markt der Stadt, dem Herz Veronas, das hier seit 2000 Jahren schlägt, dem

Piazza Erbe

mit den wunderschönen Mazzanti Häusern. Es sind die ehemaligen Veroneser Getreidespeicher und das Veroneser Domus Mercatorum sowie das Haus der Händler. Der Turm auf dem Bild ist der Torre Lamberti, der zum alten Rathaus gehört.

Alle Gebäude rund um diesen Platz stammen aus dem Mittelalter. Der Springbrunnen der

Madonna Verona

mit dem mittelalterlichen Kopf und dem römischen Körper, einer heidnischen Göttin, stellt das Symbol der Vereinigung der klassischen und christlich-modernen Welt.

In der Via Cappello befindet sich die

Romeo-und-Julia-Balkon

Casa di Giuletta

ein Haus aus dem 14. Jahrhundert mit einem winzigen Balkon, auf dem Julia gemäß der Tragödie von William Shakespeare auf ihren Romeo gewartet haben soll.

In Verona konnten wir mehrere Kirchen sehen, die keine Kirchen mehr sind, wie auf dem Foto – einst Kirche heute

Pizzeria

Noch einige Gebäude, die uns gut gefallen haben

das ist der Palazzo Canossa neben dem

dieses imposante Gebäude, das auf dem Dach

drei solcher „Häuschen“ zieren.

Eine sehr interessante Sehenswürdigkeit ist das von 1354-1356 errichtete

Castel Vecchio

1355 wurde eine Brücke über die Etsch errichtet die

Ponte Scaligero

Sie sicherte den Burgbewohnern den Fluchtweg in die benachbarten Besitzungen. Im Jahr 1375 wurde der

Turm

über dem Torbogen errichtet und gleichzeitig eine Verbindung zur Brücke geschaffen. In den folgenden Jahrhunderten wurde das Gebäude mehrfach verändert. Die Venezianer nutzten das Castel als Festung und als Lagerhaus; den französischen und österreichischen Besatzern diente es als Kaserne. 1923 trat der Staat das Nutzungsrecht an die Stadt Verona ab.

Auf dem Weg vom Ponte Scaligeri in die Stadt kommt man am

Arco dei Gavi

vorbei. Ursprünglich befand er sich nicht weit entfernt vom Uhrturm des nahegelegenen Castelvecchio und wurde später in den Stadtmauerring einbezogen. Der römische Ehrenbogen stammt aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. Die Franzosen rissen 1805 das Monument ab. Erst 1932 wurden die Trümmer wiederentdeckt und nach einer Aufrisszeichnung neu zusammengefügt.

Und so toll sieht’s am Piazza Bra bei Nacht, doch leider bei Regen aus

Die Sonne hat sich jedoch für den nächsten Tag schon wieder angemeldet.

Mira

ist eine Gemeinde von Venedig und liegt im Gebiet der

Riviera del Brenta

Die Riviera del Brenta ist das Ufergebiet des Brenta-Kanals, das von Stra (eine italienische Gemeinde) zur Adria verläuft und im 16. Jahrhundert durch die Kanalisierung des Flusses Brenta entstand.

In Mira kann man eine Vielzahl von venezianischen Villen – teilweise bereits restauriert – sehen, denn der Adel von Venedig floh in den Sommermonaten in die kühleren Villen am Brentakanal.

Hier die Villa Barchessa Valmarana,

die Villa Foscari

und die Villa Tito, die gerade renoviert wird.

Das Radeln entlang der Brenda

ist durch die Vielzahl der verschiedenen Gebäude sehr interessant. Wir kommen vorbei an der

Kirche San Nicolò di Mira. Sie ist auf den Ruinen eines Gebäudes byzantinischen Ursprungs aus dem späten siebzehnten Jahrhundert aufgebaut. Von besonderer Bedeutung ist der quadratische Glockenturm. Er diente der Küstenwache und rief die Gläubigen zum Gebet.

Rathaus von Mira

Eine Bootsfahrt auf dem 174 km langen Brenta von Padua nach Venedig führt auch an Mira vorbei.

Wir konnten beobachten, wie sich eine Drehschleuse zur Durchfahrt des Bootes öffnete.

Unser Fazit: eine schöne, eindrucksvolle Radtour, die wir mit einem vorzüglichen Eisbecher krönen.

Peschiera del Garda

Peschiera del Garda liegt am Südostufer des Gardasees an der Stelle, an der der Mincio, der einzige Abfluss des Gardasees, den See verlässt.

Peschiera del Garda hat einen kleinen Yachthafen, einen Bahnhof und ist Standort der italienischen Armee. Am Ufer des Gardasees findet man Pfahlbauten aus der frühesten Besiedlung von Peschiera, die in die Bronzezeit zurückgehen und zum Unesco Weltkulturerbe zählen.

Der Weg zur Altstadt führt über eine

Brücke mit wunderschönen Blumenarrangements,

vorbei an einem Teil der

aus 5 Bastionen bestehenden Festungsanlage und dem

Monumento ai caduti – zur Erinnerung an??

Auf der Brücke sehen wir

Häuserzeile am Lungomincio. Wir hatten Glück, dass wir bei einer

Stadtteilregatta auf dem Mincio zusehen konnten.

Reges Treiben herrscht in den Gassen der Altstadt durch die vielen Touristen,

die an den zahllosen Geschäften vorbei flanieren.

Unser Besuch in Peschiera endet am diesem Tag als Zuschauer bei einem

Schwimmwettbewerb im Gardasee mit

sehr, sehr vielen Teilnehmern.

Am nächsten Tag machen wir uns auf den Weg zur Erkundung der Festung. Wir gehen durch das

Porta Brescia und sehen die völlig vom Wasser umgebene

Festung von Peschiera, die mit ihren 2250 Meter sternförmig angelegten Mauern, die größte Militäranlage am Gardasee ist und

überwiegend mit

Büschen und Bäumen bepflanzt wurde.

Steigt man auf die Festung, kann man von oben

einige stattliche Palazzi im venezianischen Stil sehen.

Am großen Piazza Ferdinand di Savoie befindet sich der Dom

Dom San Martino. Über dem Eingang des Doms ist ein Relief des Heiligen Martin zu sehen. Das Innere vom Dom ist im

klassizistischen Stil gehalten.

Dem Dom gegenüber steht eine große, verlassene

Kaserne. Erstaunt sind wir, dass das Gebäude noch mit der italienischen Flagge dekoriert ist.

Lübeck

erhielt seinen Namen von der im Jahr 819 von Slawen gegründeten Siedlung Luibice (Alt Lübeck), die an der Mündung der Schwarte in die Trasse lag. Die Siedlung wurde jedoch zerstört. Bereits im Jahr 1138 wurde die Stadt in ihrer heutigen Lage auf dem Hügel Buku 1143 durch Adolf II., Graf von Schauenburg und Holstein als erste deutsche Hafenstadt an der Ostsee neu gegründet.

Lübeck wird die „Stadt der Sieben Türme“oder das „Tor zum Norden“ genannt. Die sieben Türme sind bei den Kirchen St. Jakobi, St. Marien mit zwei Türmen, St. Petri, St. Aegidien und dem Lübecker Dom, auch mit zwei Türmen.

Die Stadt gilt durch seine Lage und Geschichte als „Königin“ und „Mutter der Hanse“. Lübeck war von Anfang an Herz und Hirn der Städte in der Hanse. Der Begriff „Hanse“ stammt im übrigen aus dem althochdeutschen Wort „Hansa“, und steht für „Schar“ oder „Gefolge“. Er bezeichnete den Zusammenschluss deutscher Kaufleute des Mittelalters zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert.

Im Jahr 1249 überfiel Lübeck die Stadt Stralsund, einen ernstzunehmenden Konkurrenten im Heringsgeschäft und behauptete damit seine Machtposition im Ostseeraum. Nach dem Sieg über Stralsund schlossen sich die Städte Lübeck, Wismar und Rostock im Jahr 1259 zu einem Bündnis für sicheres Handeln zu Lande und zu Wasser zusammen.

Bereits 1241 hatten Lübeck und Hamburg einen ähnlichen Vertrag unterschrieben, in dem die Städtefreundschaft und die gegenseitige Unterstützung bekräftigt wurden. Demnach verpflichteten sich die beiden Städte, auf gemeinsame Kosten „Strassenräuber“ und „andre Uebelthäter“ zu bekämpfen. Zusätzlich vereinbarten sie, dass Gerechtigkeit gegenüber ihren Bürgern, auch außerhalb der Stadtgrenzen, geübt werden solle und auch diese die Kosten von beiden Städten gemeinsam zu tragen sind.

Lübeck hatte im 12. Jahrhundert ein großes Bevölkerungswachstum. Es herrschte eine hohe Nachfrage nach Salz und Hering. Dies war auch bedingt durch das christliche Fischgebot an Frei- und Feiertagen. Um diese Nachfrage zu bedienen wurde Lübeck ein zentraler Handelsplatz des Landhandels und des Handels für Hering und Salz für die Ost- und West-Tangente.

Kaiser Ludwig der Bayer verlieh Lübeck 1340 das Goldmünzrecht. 1356 fand der erste allgemeine Hansetag in Lübeck statt. Mit dem Frieden von Stralsund erreichte Lübeck den Höhepunkt seiner Macht im Ostseeraum. Im 14. Jahrhundert war Lübeck neben Köln und Magdeburg eine der größten Städte des Reiches.

Die Stadt Visby in Gotland war der erste Hauptort der Hanse. Nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg wurde Lübeck zum Hauptort und entwickelte sich zur wichtigsten Handelsstadt im nördlichen Europa.

Wir übernachten auf dem Wohnmobilstellplatz Lastadie, der sehr zentral liegt.

Von unserem Fenster aus haben wir einen schönen Blick auf die Trave

mit ihren Lastkähnen

und die Innenstadt von Lübeck. Am nächsten Morgen machen wir uns auf den Weg zur Stadtbesichtigung.

Wir müssen über eine Brücke und sehen am Ufer Boote, die eine Stadtkanal- und Hafenrundfahrt anbieten. Spontan entscheiden wir uns für die Rundfahrt mit einer Barkasse auf der Trave.

Mit dem Boot kommen vorbei am

Lübecker Marzipan-Speicher, den wir auf unserem Rückweg natürlich persönlich aufsuchen werden.

Wir sehen den Hafenschuppen Nr. 6,

eine 1906 errichtete, zweischiffige Lagerhalle in Ziegelbauweise, die heute für Veranstaltungen gebucht werden kann.

Der Hafenschuppen Nr. 9, rechts unten auf dem Foto,

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist P1060458-2-1024x642.jpg

steht ebenfalls für Veranstaltungen zur Verfügung.

Die Hafenschuppen 10/11 stehen unter Denkmalschutz.

Die zusammenhängenden Bauten waren bis in die 2000er Jahre Verwaltungs- und Lagergebäude. Von 2010 bis 2012 wurde der Komplex zur Büronutzung umgebaut.

Die nächste Hafenschuppen ist leider eingerüstet doch

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist P1060444-1024x768.jpg

das Feuerschiff Fehmarnbelt ist auch sehr fotogen. Es ist nur noch als Museumsschiff in Fahrt. Das Schiff wurde von 1906 bis 1908 auf der Thyen-Werft in Brake an der Weser als Dreimastschoner mit Notbesegelung gebaut und 1908 als Feuerschiff Außeneider in Dienst gestellt.

Die Hubbrücke heisst eigentlich Marstallbrücke. Es handelt sich um eine bewegliche Brücke mit je einem eigenen Tragwerk für die Eisenbahn, Straßenfahrzeuge und Fußgänger. Gebaut wurde die Brücke aus Stahl zwischen 1896 und 1900. Die Brückentürme wurden im neugotischen Stil errichtet. Sie ist eine von mehr als 200 Brücken in Lübeck und steht als Technisches Denkmal seit dem unter Denkmalschutz.

Anschliessend schippern wir ein bisschen

im Grünen bevor wir zu den

Salzspeichern kommen. Es sind mehrere Lagerhäuser an der Lübecker Obertrave direkt neben dem Holstentor. Sie wurden im Stil der Backsteinrenaissance und des Backsteinbarock zwischen 1579 und 1745 erbaut. Die Speicher dienten der Lagerung des, über die Alte Salzstraße gelieferten und aus der Saline Oldesloe gewonnenen Salzes. Es wurde nach ganz Skandinavien ausgeführt. Dort wurde es zum konservieren von Fisch benötigt.

In den Speichern wurde später auch Tuch, Korn oder Holz gelagert. Im Dritten Reich wurde einer der Speicher zu einem HJ-Heim umgebaut. Heute werden die Gebäude von einem Textilkaufhaus genutzt.

Wir verlassen unseren Schiff und sind am Holstentor. Hier sehen wir die Salzspeicher von der anderen Seite.

Das ……..

Das spätgotische Gebäude gehört zu den Überresten der Lübecker Stadtbefestigung und ist, neben dem Burgtor, das einzige, erhaltene Stadttor Lübecks.

Das Holstentor besteht aus einem Süd- und Nordturm sowie einem Mittelbau. Es hat eine Feld- und eine Stadtseite, die nach ihrer Funktion total unterschiedlich gebaut sind.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Holstentor_Stadtseite.jpg

Die nach Westen, stadtauswärts zeigende Seite, ist die Feldseite, die nach stadteinwärts zeigende, die Stadtseite. Während die Stadtseite reich mit Fenstern geschmückt ist, sind an der Feldseite angesichts der zu erwartenden Gefechte nur wenige, kleine Fenster eingebaut. Unterschiede sieht man auch bei den Mauern. Während die Mauern zur Feldseite mit Schiessscharten durchsetzt und 3,5 Metern dick sind, haben die Mauern zur Stadtseite nur unter einem Meter. In jedem Turm waren im ersten und im zweiten Obergeschoss je drei Geschützkammern.

Auf der Feldseite über dem Torbogen befindet sich die Inschrift „Concordia domi foris pax“ – Eintracht innen, draußen Friede.

Um das Holstentor ist eine Grünanlage. Hier sind zwei liegende Löwen von 1823 aus Eisenguss aufgestellt. Einer der beiden Löwen schläft,

der andere richtet seinen Blick aufmerksam auf den schlafenden Löwen.

Wer kennt sie nicht/noch

die Rückseite unseres 50-DM-Scheins?

Wir sind in der Altstadt von Lübeck, einer von der Trave, der Wakenitz und dem Elbe-Lübeck-Kanal umflossenen Insel. Am Rathausplatz stehen vor dem prächtigen Rathaus, das auch als „steinernes Märchen“ benannt wird.

Mit dem Bau des Rathauses begannen die Lübecker 1230 an der Breiten Straße, dem späteren Hauptbau. In den folgenden Jahrhun­derten wurde das Gebäude ständig verändert und erweitert. Zusammengefasst wurden die Bauten durch mächtige Schildwände. Später erhielten diese Wände Achtecktürmchen und kreisrunde Öffnungen. Durch diese wurde der Winddruck von den hohen Mauern genommen.

Heute gilt das Lübecker Rathaus trotz seiner sehr verschieden­artigen Teile und Baustile als eines der schönsten, ältesten und größten in Deutschlands.

Wir sehen die Renaissancelaube ohne gotische Schildwand ( ist eingerüstet)

gehen vorbei am Renaissanceerker an der Breiten Straße,

dem Neuen Gemach mit Renaissancetreppe

und sehen, daß der Turm am Rathaus eine Sonnenuhr hat.

Dann kommen wir zum Kanzleigebäude, das ab 1483 zunächst mit nur fünf der heute 22 Joche, errichtet wurde.

Unser Fussmarsch geht nun zur St.-Marien-Kirche, der drittgrößten Kirche in Deutschland.

Zuvor müssen wir jedoch an einem Teufel vorbei

der vor der Kirche sitzt. Die Legende besagt, dass er beim Bau der Kirche wissen wollte, was das wird. Man sagte ihm, es werde ein Weinhaus und so half er eifrig beim Bau mit. Irgendwann erfuhr er, das das Gebäude eine Kirche wird und war sauer. Er nahm einen Felsblock und wollte damit den Bau zerstören. Als der Fels bereits geflogen ist versprach ihm ein Arbeiter, dass neben der Kirche ein Weinhaus entsteht. Dem Teufel schien das die bessere Lösung und liess den Steinbrocken kurz vor der Kirchenmauer auf den Boden fallen. Dort liegt er noch heute und er sitzt drauf. Das Versprechen wurde eingelöst und der Ratsweinkeller wurde erbaut.

Doch jetzt geht’s in die Kirche. St. Marien wurde zur Blütezeit der Hanse in den Jahren 1250-1350 errichtet. Die dreischiffige gotische Basilika steht auf dem höchsten Punkt der Lübecker Altstadtinsel unmittelbar neben dem Markt und dem Rathaus. Die westlichen Doppeltürme sind jeweils knapp 125 m hoch. Damit überragt St. Marien den Lübecker Dom um gut 10 m.

Die Kaufleute und Ratsherren wollten mit der Erbauung ihrer Kirche in ihrem Viertel ein Symbol der weltlichen Macht und Freiheit gegenüber der etwa 100 Jahre älteren Bischofskirche setzen.

Gotische Kathedralen in Frankreich und Flandern waren Vorbilder der dreischiffigen Lübecker Basilika. Mit ihrem 38,5 Meter hohen Mittelschiff ist es das höchste Backsteingewölbe der Welt – Notre Dame in Paris hat nur eine Mittel­schiff­höhe von 35 Metern. Somit wurde St. Marien das Vorbild für zahlreiche gotische Backsteinkirchen im gesamten Ostseeraum.

Der Hauptaltar mit

Triumphkreuz aus dem Jahr 1477

die Orgel der Marienkirche wurde 1968 von der Firma Kemper geschaffen, es ist die größte Orgel der Welt mit mechanischer Traktur.

Während des durch den Bombenangriff ausgelösten Brandes am Palmsonntag 1942 sollen die Glocken durch den Luftzug noch einmal geläutet haben, bevor sie herabstürzten. Die Reste zweier Glocken, der ältesten Glocke von 1508, der Sonntagsglocke und der Pulsglocke wurden als Mahnmal in der ehemaligen Schinkel-Kapelle unter dem Süderturm erhalten.

Das Antwerpen Rentabel, ein doppelflügeliger Altaraufsatz stammt aus dem Jahr 1518.

Er zeigt in 26 gemalten und geschnitzten Szenen das Leben der Maria. Die gemalte Wandlung ist nur in der Karwoche zu sehen, denn da ist der Altar geschlossen.

Die gemalte zweite Wandlung (zu sehen in der Fastenzeit) zeigt Szenen aus dem Leben Jesu

Die erste, 1405 fertiggestellte astronomische Uhr der Marienkirche muß damals als eine Art High Tech Produkt gewirkt haben.


Die zweite astronomische Kunstuhr in der Kirche wurde an Stelle der älteren von dem Uhrmacher Matthias von Ost in der Zeit von 1561 bis 1565 hergestellt und zuletzt im Jahre 1860 bedeutend verbessert. Ein Finger zeigt das Datum. In der Mitte sind die Sonnen-und Mondfinsternisse bis 1999 angegeben, oben ist der Stundenzirkel, der Tierkreis, Stunden- und Planetenweiser angebracht. Weiter oben ein Glockenspiel mit einer Figur (die Zeit), welche die Stunden schlägt und einer anderen (die Vergänglichkeit), welche bei jedem Schlage sich abwendet; auf den Schlag 12 treten der Kaiser und die Kurfürsten aus einer Tür, verbeugen sich vor dem Heiland, der sie segnet und gehen durch die andere Tür ab, wobei sich Engel mit Posaunen und Lübeck’sche Ratsdiener tätig erweisen.

Bis 1942 konnte man die Uhr hinter dem Hochaltar im Chorumgang sehen. 1942 wurde sie während eines Luftangriffes vollständig zerstört. Nur ein Zifferblatt, das bei einer früheren Restaurierung ersetzt worden war, blieb im St.-Annen-Museum erhalten. Der Lübecker Uhrmachermeister Paul Behrens rekonstruktierte die Glockenspiel-Mechanik und fertigte die neue (dritte) Astronomische Uhr. 1967 konnte er diese Uhr der Kirche übergeben.

Genug geschrieben über St. Marienkirche, die wirklich sehr interessant ist. Doch Lübeck hat ja noch mehr Sehenswürdigkeiten, so ca. 1800 haben wir irgendwo gelesen.

Das Buddenbrookhaus hat eine schöne Barockfassade und war einst im Besitz der Familie des Schriftstellers Thomas Mann.

Ein paar Schritte weiter ist das 1280 von Lübecker Kaufleuten

gestiftete Heilig-Geist-Hospital, eine Herberge für Arme und Kranke.

Die Schiffergesellschaft in Lübeck bezeichnet einen seit der frühen Neuzeit existierenden Seefahrer-Verband und gleichzeitig ein historisches Backsteingebäude, in dem heute eine Gaststätte ist.

Die Schiffergesellschaft Lübeck wurde 1401 als St.-Nikolaus-Bruderschaft gegründet. Sinn und Zweck dieser Vereinigung ist aus folgenden Worten der Gründungsurkunde zu entnehmen: „Zu Hilfe und Trost der Lebenden und Toten und aller, die ihren ehrlichen Unterhalt in der Schifffahrt suchen.“ Da sich im Zuge der Reformation fast alle religiösen Bruderschaften auflösten, vereinigte sich die St-Nikolaus-Bruderschaft mit der St.-Annen-Bruderschaft. Man nannte sich die Schippern Selschup und erwarb 1535 für 940 Lübische Mark das im 13. Jahrhundert erbaute Haus gegenüber der St. Jakobikirche.

Wir gehen dann noch in die St. Jakobi Kirche die im Jahr 1334 als Kirche der Fischer und Seefahrer geweiht wurde.

Ihr Patron ist der Heilige Jakobus. Die Kirche, das Heiligen-Geist-Hospital und die benachbarte Gertrudenherberge sind Stationen auf einem Zweig des norddeutschen Jakobswegs.

Das ist das Modell des Schulsegelschiff „Pamir“ das am 21. September 1957 nach einem Hurrikan im Atlantik bei den Azoren unter ging. Es war die größte deutsche Schiffskatastrophe in der Nachkriegszeit. Von den 86 Besatzungsmitgliedern überlebten nur 6 das Unglück.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist canota.jpg

Hier das nach dem Unglück gefundene Rettungsboot Nr. 2 der Pamir.

Seit September 2007 ist die nördliche Turmkapelle der Kirche als Pamir-Kapelle Nationale Gedenkstätte für die zivile Seefahrt.

Das ist die Große Orgel an der Westwand.

Sie zählt zu den bedeutendsten Orgeln Europas.

Jetzt noch das Zöllnerhaus, ein Backsteingebäude der Renaissance aus dem Jahr 1571, das zum Burgtor gehört.

Es ist in die anschließende Lübecker Stadtbefestigung mit den erhaltenen Resten der Stadtmauer eingebunden.

Auf dem Weg zum Stellplatz machen wir noch Halt im Lübecker Marzipan-Speicher und kaufen 1-2-3, nein viele Betthupferl.

Dann essen wir eine Kleinigkeit beim Duckstein-Festival

und trinken das eine oder andere Duckstein, bevor es dann endgültig

irgendwann in die Koje geht.

Am nächsten Tag geht’s weiter, wir sehen noch den

Skandinavienkai.

Wir kommen wieder, es gibt noch viel zu sehen.

Scharbeutz

ist eine Gemeinde in Schleswig-Holstein.

Der Ort war früher landwirtschaftlich geprägt und entwickelte sich zu einem Ostseeheilbad, dessen Übernachtungszahlen 2002 zu den zehn höchsten Schleswig-Holsteins gehörten.

Es wimmelt hier von Touristen und es gibt nicht viel zu sehen. Wir fahren weiter zum

Timmendorf Strand

ebenfalls eine Gemeinde in Schleswig-Holstein. Als deutsches Seebad hat Timmendorfer Strand heute etwa 1.500.000 Übernachtungen pro Jahr und gilt als eines der mondänsten Ostseebäder mit großem touristischen Angebot.

Bereits zwischen 1888 und 1900 wurden entlang des Strandes Hotels und Pensionen gebaut. Am Timmendorf Platz wurde 1896 das „Olgaheim“ als Erholungsstätte für „unbemittelte und schwächliche Kinder“ erbaut. Ab 1946 war es der Sitz des Rathauses, das 1997 abgerissen und nach den alten Plänen wieder errichtet wurde. Heute findet man hier die Kurverwaltung und die Bibliothek

Wir gehen am Strand spazieren

sehen die

Seebrücke mit dem Teehaus und gehen dann zur Strandallee mit den vielen Restaurants. Hier stellen wir dann fest, dass wir „Timmendorfer Strand ungeeignet“ sind.

Unser Hunger lässt uns noch in ein Fischlokal gehen. Danach machen wir uns auf den Weg zum Wohnmobil, damit wir morgens fit für die Weiterfahrt nach Lübeck sind.

Laboe

liegt am Ostufer der Kieler Förde in Schleswig-Holstein. Die Gemeinde ist ein Wohn- und Urlaubsort. Laboe schmückt sich mit dem Slogan „Die Sonnenseite der Kieler Förde“ und darf sich seit 1875 „Ostseebad“ nennen.

Um 1226 wurde Laboe als Rundangerdorf angelegt. Bei dieser Siedlungsform werden Bauernhäuser kreisförmig um einen inneren Platz mit Dorfteich gebaut.

Laboe hat mehrere Ortsteile. Wesentlich ist das Ober- und Unterdorf. Im Unterdorf findet man die Verwaltung, zahlreiche Geschäfte sowie viele Hotels und den Hafen. Im Oberdorf hat Laboe sein altes, dörfliches Zentrum bewahrt. Es ist deshalb in seiner Grundstruktur als Anlage eines Runddorfes fast erhalten.

Unser Ziel war das

Marine-Ehrenmal, das wir mit seiner Höhe von 85 Metern schon von weitem sehen konnten. Das Ehrenmal wurde zum Gedächtnis an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Angehörigen der Kaiserlichen Marine errichtet.

Die Widmung des Ehrenmals bei der Grundsteinlegung 1927 spiegelt deutlich die Hoffnung auf Rache wider, die durch die Niederlage der Deutschen im Krieg und den Bedingungen des Versailler Vertrages empfunden wurden. Sie lautet: “ Für deutsche Seemanns Ehr – Für Deutschlands schwimmende Wehr -Für beider Wiederkehr“.

Der Geist der Revanche, den diese Widmung in sich trägt, wurde auch bei der feierlichen Eröffnung des Ehrenmal-Komplexes 1936 durch die Nationalsozialisten aufgegriffen und für die NS-Ideologie vereinnahmt.

Mit der der Rückgabe des Ehrenmals 1954 an den Deutschen Marinebund erhielt der Turm eine neue Widmung. Sie steht im Sinne der Versöhnung mit den ehemaligen Kriegsgegnern und soll Respekt gegenüber anderen Nationen zum Ausdruck bringen. Diese lautet: „Dem Gedenken aller toten deutschen Seefahrer beider Weltkriege und unserer toten Gegner“.

1966 fand erneut eine Umwidmung statt und heisst jetzt: „Gedenkstätte für die auf See Gebliebenen aller Nationen, Mahnmal für eine friedliche Seefahrt auf freien Meeren“.

Kriegsschiffe vieler Nationen bezeugen beim Passieren des Ehrenmals ihre Ehrerweisung. Die Schiffe der Deutschen Marine mit der Ehrerweisung „Front“.

Neben dem Turm gehört eine unterirdisch angelegte Gedenkstätte und eine Historische Halle zur Anlage. In der historischen Halle befindet sich heute eine Ausstellung zur deutschen Marinegeschichte bis in die Gegenwart, mit vielen Marine-Exponaten und Schiffsmodellen. In der 7000 Quadratmeter großen, mit Sandstein aus der Weser belegten Freifläche, ist die

Schiffsschraube des Kreuzers Prinz Eugen zu sehen, der seine Besatzung unversehrt durch den Zweiten Weltkrieg gebracht hat.

Weitere Sehenswürdigkeit ist das

U 995, fotografiert vom Marine-Ehrenmal Laboe

U 995, ein deutsches U-Boot der ehemaligen Kriegsmarine vom Typ VII C/41, das im September 1943 in den Dienst gestellt wurde. Im Zweiten Weltkrieg absolvierte es neun Feindfahrten. Nach dem Krieg wurde es im Besitz der norwegischen Marine als Test- und Ausbildungsboot Kaura genutzt. 1965 erfolgte die Rückgabe an Deutschland.

Seit dem 13. März 1972 liegt das U-Boot als Museumsschiff am Fuße des Marine-Ehrenmals in Laboe. Der Deutsche Marinebund

ist Betreiber des Technischen Museums U 995.

Der Deutsche Marinebund ist der Dachverband von über 300 örtlichen Vereinen, Clubs und Marinekameradschaften, in denen aktive und vor allem ehemalige Angehörige der Marine organisiert sind. Er hat sich zur Aufgabe gemacht, das maritime Bewusstsein in Deutschland zu fördern. Er ist politisch und weltanschaulich unabhängig.

Wir müssen weiter oder Halt!

Brauchen wir noch ein Andenken, eigentlich nicht. Wir machen ein Foto

von der Ostsee.

Bei unserer Weiterfahrt kommen wir an dem

schön angelegten Kreisverkehr mit einem VW Golf vorbei.