Bocairent

ist eine mittelalterliche Stadt in der wunderschönen Naturlandschaft der Sierra de Mariola. Die Gemeinde in der Comarca Vall d’Albaida der autonomen Gemeinschaft Valencia hat ca. 4.500 Einwohnern und liegt 95 km südwestlich von Valencia.

Aufmerksam auf diesen kleinen Ort wurden wir durch das hier stattfindende Fiestas Moros i Cristianos a Sant Blas (Fest der Mauren und Christen)

Schon von der Landstrasse aus hat man einen beeindruckenden Panoramablick auf die historische Altstadt von Bocairent.

Gleich am ersten Kreisverkehr werden wir begrüsst vom

L’Home de la Manta – den Mann mit der Decke

Er steht hier sinnbildlich für die zum arabischen Erbe von Bocairent gehörende Bearbeitungstechnik von Wolle und Leinen. Durch diese Technik ist die Stadt seit Jahrhunderten für die Herstellung von Decken bekannt.

Über eine Brücke kommen wir zu der aussergewöhnlichen Altstadt arabischen Ursprungs mit schmalen Gassen mit An- und Abstiegen, gehen Treppen hoch und runter und kommen vorbei an kleinen Plätzen, Brunnen oder landen in Sackgassen.

Hier sind schon Mitwirkende des heute Abend stattfindenden Umzugs zu sehen

Das war dann mal wieder typisch Heinz:

er marschiert mit den Vereinsmitgliedern in ihr Vereinshaus, die sich hier vor Beginn des Festumzugs zu einem gemeinsamen Essen treffen.

Wir laufen auf der

Ruta Mágica

um einen mittelalterlichen Stadtteil und bekommen den Kreuzweg zu sehen, der zum

Felsenkloster

führt sowie rechts neben dem Kloster die Felswände mit maurischen Fensterhöhlen

Die etwa 50 Höhlen mit Fenstern sind zwischen dem 10.-12. Jahrhundert entstanden. Es wird vermutet, dass es sich um Grab- oder Kornkammern, evtl. auch westgotische Klöster handelte.

Wir gehen weiter zur

Iglesia Parroquial de Nuestra Señora de la Asuncion

aus dem 15. Jahrhundert. Sie wurde über einer altertümlichen arabischen Burg gebaut und vereint maurische und valencianische Elemente.

Nun beginnt der eigentliche Grund unseres Besuchs

der Umzug. Wir haben Glück und finden einen Platz direkt

neben der Ehrentribüne, vor der dann alle Gruppen stehen bleiben und grüßen.

Die einzelnen Gruppen sind natürlich auch immer mit lauter Musik begleitet und es werden

Konfetti und Bonbons geworfen.

Der Umzug hat um 16.30 Uhr bei mäßigen Temperaturen begonnen und

endet für uns halb erfroren (selbst Schuld-falsch angezogen) jedoch mit

Glockengeläut vom Kirchturm um 21.00 Uhr. Das Feuerwerk um 24.00 Uhr konnten wir deshalb nicht mehr sehen.


Llombai

ist eine Gemeinde in der Comarca Ribera Alta in der autonomen Gemeinschaft Valencia.

Aufmerksam auf dieses Dorf mit nur ca. 2.700 Einwohnern wurden wir durch den im Januar stattfindenden Mittelaltermarkt, den Mercat Renaixentista dels Borja. Wir sind


am Plaça Major mit der Bronzestatue des Heiligen Franziskus Borja und stehen vor der Gemeindekirche und dem Kloster

zum Heiligen Kreuz, die St. Johannes geweiht ist.

Es ist unvorstellbar was in den engen Gassen, die sehr schön mittelalterlich geschmückt sind, für jung und alt geboten wird.

Wir sehen eine Fahnenparade, kommen vorbei am Platz auf dem am Abend ein

Ritterturnier statt findet. Wir sehen eine

historische Theateraufführung, ein altes Karusel aus Holz

das mit einer Handkurbel betrieben wird.

Leider hielten Raubvögel wie Adler, Habichte, Geier und Eulen

gerade Siesta. In der kleinen Tierfarm mit Ziegen, Esel und Gänsen konnten wir dann aber bei der Fütterung zuschauen.

Wir spazieren vorbei an Buden von Handwerkern des Mittelalters

und sehen ein Dorf mit einem Beduinenzelt, Ständen mit Gewürzen und Speisen aus Arabien mit dem unvergleichlichen Geruch des Orients

An den zahllosen Verkaufsständen werden „mittelalterliche“

und natürlich auch neuzeitliche Speisen und Getränke angeboten.

Verwunderlich waren für uns die gehobenen Preise. So kosten Bratwürste mit ein paar Scheiben Kartoffeln satte € 12,00, nur Bratkartoffel € 8,00 und 0,4l Bier € 4,00.

Noch mehr erstaunt waren wir, dass an einer Parallelstraße viele neuzeitliche Fahrgeschäfte, also Autoscooter und und und zwischen Wohnhäusern aufgebaut waren.

Sehenswerte Feste in Spanien

Grau de Gandia – Ankunft der Heiligen Drei Könige im Hafen immer am 05.01.

Llombai – Mercat Renaixentista dels Borja, ist ein großer sehr schöner Mittelaltermarkt am letzten Wochenende im Januar

Bocairent – Fiestas de Moros y Cristianos – das Fest der Mauren und Christen findet in der ersten Woche im Februar statt

Semana Santa – wird in vielen Städten und Orten veranstaltet. Semana Santa ist der spanische Begriff für die heilige Woche, die vom Palmsonntag bis Ostersonntag geht. Die Hauptprozession findet am Karfreitag statt und wird  von den Hermandades bzw. Cofradias durchgeführt. Das sind Bruderschaften die einer Kirchengemeinde angeschlossen sind.

Valencia

ist eine Großstadt im östlichen Teil Spaniens und  die Hauptstadt der autonomen Valencianischen Gemeinschaft und der Provinz Valencia. Es liegt 320 km südöstlich von der Landeshauptstadt Madrid, an der Mündung des Turia ins Mittelmeer. Der Fluss wurde jedoch nach Überschwemmungen in den 50er Jahren aus der Stadt heraus verlegt. Das ehemalige Flussbett  ist jetzt ein Park. Valencia ist mit 787.800 (Stand 2017)  Einwohnern nach Madrid und Barcelona die drittgrößte Stadt von Spanien. Im Großraum Valencia leben rund 2 Millionen Menschen.

In einem Teil des ehemaligen Flussbettes entstand die Ciudad de las Artes y de las Ciencias auf der monumentale, postmoderne Bauten zu sehen sind.

Fährt man über die Schrägseilbrücke, die El Puente de L’Assut de l’Or, die mit ihren 125 Meter hohen Pfeilern den höchsten Punkt der Stadt bildet, sollte man vorher schon wissen, was man anschauen will.

Hier kann man ins L’Hemisfèric ein IMEX-Kino, das als sich öffnendes und schliessendes Auge konstruiert wurde, besuchen. Ebenso findet man das Naturwissenschaftliche Museum – Museo de las Ciencias Principe Felipe, den botanischen Garten mit Diskothek – L’Umbracle, dasL’Umbracle, das Opernhaus und den Musikpalast, den L’Àgora – einen geschlossenen Veranstaltungsplatz für Konzerte, Ausstellungen und Sportveranstaltungen und das L’Oceanogràfic das wir besuchen.

L’Oceanogràfic

Das Oceanografic ist auf einer Fläche von 110.000 qm und einem Fassungsvermögen von ca. 42 Millionen Litern Wasser der größte Aquarium-Komplex in Europa. Man findet ca. 45.000 Tiere und ca. 500 verschiedene Arten – Säugetiere, wirbellose Tiere, Fische, Reptilien und Vögel.

Es ist das einzige Aquarium in Europa mit Beluga-Waalen. Bei unserem Besuch konnten wir das Beluga-Wal-Baby gesehen.

Der Park ist in verschiedene Themenbereiche unterteilt, die alle wichtigen Klimazonen der Erde abdecken. Den Mittelmeerraum,  die Feuchtgebiete, die Antarktis, Inseln, das tropische Meer, die zeitgemäßigte Zone und das Rote Meer. Das als Stadion konzipierte Delfinarium fasst ca. 24 Millionen Liter Wasser bei einer Tiefe von 10,5 Metern und zählt weltweit zu den größten.

es ist Weihnachten, eine Krippe im Aquarium darf nicht fehlen

Beluga-Wal oder Weisswal

der „Vogelkäfig“

im „Vogelkäfig“

Ein sehr lohnenswerter Besuch nur schade, dass es den Guide nicht in deutscher Sprache gibt. Russisch oder chinesisch sprechen wir „leider“ nicht.

Wir besuchen den Bioparc, einen Zoo der sich im nördlichen Teil der Stadt Valencia, beim Parque de la Cabecera am Rande des trockengelegten Flussbetts des Turia liegt.

Wir gehen über die Brücke

die über das Flussbett des Turia führt

und werden begrüßt vom

riesigen Elefanten (o da ist ja Mimi bei den Hinterbeinen)

Der Zoo hat eine Gesamtfläche von rund 10 Hektar und beherbergt ca. 4000 Tiere von 250 verschiedenen Arten die überwiegend aus Afrika stammen. Er ist in verschiedene Zonen aufgeteilt, wie z.B. Feucht- und Trockensavanne, zentralafrikanische Wälder und die Insel Madagaskar mit naturgetreuer Vegetation (z.B. Affenbrotbäumen).

Flamingos

Die Lemuren liessen sich von unserem Besuch nicht stören

auch beim Sonnenbaden ist ihm/ihr unsere Anwesenheit egal

die Zwergnilpferde halten mit den Sumpfantilopen gerade Mittagsschlaf

die Fischotter

Gorillas hinter einer Fensterscheibe, durch die

der Gorilla-Papa alles genau beobachtet

und die Gorilla-Mama mit Baby

der Gorilla in der Aussenanlage

mit einem Mangaben

gut dass er sich hingesetzt hat

denn auch im Sitzen ist er riesig

mit dem möchten wir uns nicht anlegen

ein schöner, mächtiger Leopard

Alle Tiere leben im Zoo in einer

grandios gestalteten Landschaft in der man das Gefühl hat, mitten unter ihnen zu sein.

Hier sind wir natürlich schon lieber vor der Glasscheibe

Weiter geht’s wieder auf der Aussenanlage bei den

Zebras

Antilopen

Elefanten

Erdmännchen

einer Löwin

man könnte meinen, dass sie mit den Klippspringern in einen Gehege ist


die Zebras

das Stachelschwein schläft gerade

ägyptische Stachelmäuse

Zu der Spezies konnten wir keine Beschreibung finden.

Wir haben natürlich nicht Fotos von allen Tieren. Einfach selbst anschauen. Toll!

Gandia – Grau de Gandia

liegt im Osten von Spanien am Mittelmeer, an der Costa del Azahar. Gandia ist ca. 65 km südlich von Valencia und 95 km nördlich von Alicante entfernt und ist eine der größeren Küstenstädte in dieser Region. Es war ein wichtiges Zentrum im 15. und 16. Jahrhundert. Die Stadt ist vor allem bekannt durch die Borja, die Herzöge von Gandia, deren Palast, das Geburtshaus von Francesco de Borja, eines des bedeutendsten Denkmäler in Gandia ist.

Eingang zum Palast
einer der vielen, wunderschönen Räume

Die Besichtigung hat hungrig gemacht auf die Spezialität in Gandia, eine Nudelpaella Fideuá, die hier erfunden worden sein soll. Nach der Stärkung kommt noch ein Spaziergang zum

Casa Espiritualidad Esclavas

Wir sind am Campingplatz L’Alqueria in Grau de Gandia.

Die Nähe zum Hafen, den Strand und die Stadt Gandia sowie Ausgangspunkt für schöne Radtouren führt uns nun schon zum 3. Mal hier her.

Am Wochenende war der Höhepunkt von „Weihnachten“ für die spanischen Kinder. Am 05.01 werden die Geschenke von den Heiligen drei Königen, die hier mit einem Boot am Hafen ankommen, gebracht.

sie kommen

Vom Hafen geht’s in Grau de Gandia zur Kirche „sant Nicolau“ – Sankt Nikolaus. Hier überbringen die drei Könige symbolisch ihre Geschenke dem Christkind, das dort in einer Krippe liegt.

Danach findet ein Umzug mit den Heiligen drei Königen sowie der heiligen Familie statt bei dem Geschenke an Kinder verteilt werden. Nicht fehlen dürfen Musikkapellen und Tanzgruppen sowie die Träger der vielen Schatztruhen von Kaspar, Melchior und Balthasar.

Zur Tradition an Weihnachten gehört der Roscón des Reyes, der Königskranz aus Hefeteig, der mit kandierten Früchten verziehrt ist. In den Kranz mit eingebacken wird ein Bohnenkern und ein Prozellanfigürchen. Die Tradition besagt, das derjenige, der die Bohne in seinem Kuchenstück findet, den Kuchen für alle Gäste bezahlen muss. Der Finder des Porzellafigürchens wird von den Gästen zum König gekrönt.

Schwerin

ist die Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern und wurde 1018 als Wendenburg erstmals erwähnt. Schwerin erhielt 1164 von Heinrich dem Löwen deutsche Stadtrechte und ist somit die älteste Stadt im heutigen Mecklenburg-Vorpommern.

Bereits von weitem sieht man die Hauptattraktion und das Wahrzeichen von Schwerin, das

Schloss

mit unterschiedlichen Baustilen und Dutzenden von Türmchen und Erkern, das auf einer eigenen Insel zwischen dem Schweriner See und dem Burgsee liegt und Sitz des Landtages ist.

Bevor wir auf Erkundungstour gehen, fahren wir zum Campingplatz Süduferperle in Raben Steinfeld. Der Platz liegt versteckt in einem Wäldchen. Super ist, dass wir direkt am

Ufer des Schweriner Sees stehen.

Schön sieht man vom Pfaffenteich

den Dom St. Marien und St. Johannis

der Bischofskirche der evangelisch-lutherischen Kirche,  eines der Hauptwerke der Backsteingotik.

Am Markt von Schwerin steht das

Altstädtische Rathaus aus dem 17. Jahrhundert

das Mecklenburgische Staatstheater

und geht weiter in die

Altstadt von Schelfstadt,

das durch die vielen Fachwerkhäuser und Gebäude verschiedener Epochen einen ganz eigenen Altstadtcharakter hat.

In der Apothekerstraße fallen uns nicht nur die Gebäude sondern auch das

 

holprige Pflaster besonders auf.

Wir erfahren, dass die Apothekerstraße eine der ältesten Straßen von Schwerin ist. Die Bürger von Schwerin haben sich gegenüber der Stadtverwaltung durchgesetzt, daß das mehr als 100 Jahre alte Straßenpflaster erhalten bleibt.

Auf dem Weg zum Schlossgarten kommen wir zur

Siegessäule mit der Widmungsinschrift „Für die im Kriege 1870/71 Gebliebenen“. Die Säule hat bis zur Schwertspitze eine Höhe von 23 m. Am oberen Ende der Säule steht eine 2.60 m große Frauenfigur, die das Land Mecklenburg verkörpert.

Das Wetter ist schön, deshalb bietet sich eine Radtour im

Schlossgarten an.

Der Schlossgarten erstreckt sich vom Schweriner und dem Burgsee im Norden bis zum Faulen See im Süden.

So kommen wir auch noch zum

Reiterdenkmal Friedrich Franz II. von 1893

dem einzigen historischen Reiterdenkmal in Mecklenburg.

 

Noch ein Foto

vom Schloss auf der

Schlossinsel des Schweriner Sees,

der durch den 1844 aufgeschüttete Paulsdamm, in Ost- und Westufer getrennt wird.