Tag 33 – 35: Russland – St. Petersburg

Tag 33

Morgens um 6.45 Uhr werden wir vom Bus abgeholt und an den Hafen von Lappeenranta gefahren, denn bis spätestens 7.10 Uhr müssen wir für unsere Schifffahrt auf der M/S Karelia nach Viborg in Russland eingecheckt sein. Unsere Reise führt uns auf dem 43 km langen Saimaa-Kanal vom finnischen Seengebiet an die Ostsee. Der Kanal ist mit 8 Schleusen bestückt und gleicht einen Höhenunterschied von 76 m aus. Finnland ist das einzige Land der Welt dem es gelungen ist, ein Stück des Territoriums von der Sowjetunion zu pachten, um den Kanal betreiben zu können

jetzt wird mal der Fahrer gefahren und kann genießen

eine der acht Schleusen

Nach gut 6 Stunden und einem Essen waren wir in Viborg, dem Ziel unser ersten Etappe und werden von unserem Reiseleiter Amy, der uns während des gesamten Aufenthalts in St. Petersburg begleitet, bereits erwartet. Er bringt uns zum Bus, der uns noch die restlichen 160 km nach St. Petersburg fährt

Russland – St. Petersburg

Wow, bei 20 Grad und strahlenden Sonnenschein scheinen uns die goldenen Dächer von der 5 Millionenstadt Sankt Petersburg entgegen.

Amy erledigt den Check in im Hotel Vasilievsky. Das saubere und technisch moderne Haus hat alles was man sich wünscht und braucht. Eigentlich schon ein bisschen k.o. geht es aber noch 1 1/2 Stunden mit der Robinson Crusoe zur Bootsrundfahrt auf der Newa und ihren Kanälen

Es sind jede Menge Boote auf der Newa denn es werden die Weissen Nächte gefeiert

Um 22.00 schnell noch essen im Hotelrestaurant, Mimi Boeuf Stroganoff, Heinz Weissfisch und dann ab auf’s Zimmer. Sogar die weissen Nächte konnten uns davon nicht mehr abhalten. Nach langer Zeit konnten wir mal wieder Fernsehen

Die viele frische Luft und das umfangreiche Programm liess uns aber schnell einschlafen

Tag 34

Nach einem reichlichen Frühstück ging es zu Fuss zur Stadtbesichtigung von St. Petersburg, das auch „Venedig des Nordens“ genannt wird, bei nur noch 14 Grad jedoch nicht, wie vorhergesagt, Regen.

Wir rennen wieder über die Brücke, über die wir bereits gestern zur Bootsfahrt gerannt sind. Kommen zum Schlossplatz mit der Alexandersäule, den Winterpalast, eilen vorbei an vielen Prachtbauten und kommen zur St. Peter-Paul-Kathedrale. Die Kathedrale ist überwältigend prachtvoll ausgestattet und doch macht es nachdenklich, wenn man die Kluft zwischen arm und reich „riechen“ kann.

St. Peter und Paul Kathedrale und Isaak-Kathedrale

Auferstehungskirche auch Blut- oder Erlöserkirche genannt

Kasaner Kathedrale

Die Isaak-Kathedrale und die Auferstehungskirche haben wir nicht besichtigt, da wir keine € 10,00 Eintritt pro Person bezahlen wollten.

Von 12.30 Uhr bis 13.30 Uhr hatten wir eine „Freistunde“. Wir nutzten die Zeit zum Kaffeetrinken in einer kleinen, echt russischen Bäckerei. Auch konnten wir den riesigen Aufbau, für die am Sonntag stattfindende Siegerehrung des Confederations Cup, bei dem Deutschland im Endspiel gegen Chile steht, sehen.

Wieder rannten wir eine Straße entlang, denn bei der Eremitage war das Treffen für unsere Fahrt mit dem Tragflächenboot zum Peterhof. Keiner unserer Gruppe hatte eine Ahnung, wie lange die Fahrt dauert und da es doch größeren Wellengang hatte, wurde es im Boot immer stiller und alle waren froh, als die 30 km lange Schaukelei ein Ende hatte. Doch es kam später noch schlimmer.

So nebenbei, die Fahrt zum Peterhof ist nicht gerade günstig € 66,00 Hin- und Rückfahrt p.P., Eintrittspreis zur Sehenswürdigkeit € 12,00 p.P., Museum extra.

Alles ist überwältigend. Angefangen von den

Palästen der Zarenresidenz

über die großen Parkanlagen,

den Kaskaden und 150 Fontänen

sowie den Wasserspielen

ist alles grandios, deshalb wird Peterhof auch das russische Versailles genannt. Leider geht ein starker Wind und es fängt zu regnen an, deshalb belassen wir es beim fotografieren des Hauptpalastes und gehen in ein Restaurant zum Essen, bis unser Boot wieder abfährt.

Und jetzt kommt es: Wir sitzen alle im Boot, es fährt an und dann ruckelt es und fängt nach Auspuffgas zu riechen an. Der Wellengang hat inzwischen massiv zugenommen und wir schaukeln und schaukeln. Erst werden wir hingehalten mit „nicht schlimm, alles im Griff“ doch nach einer 1/4 Stunde mussten/durften wir das Boot wechseln. Wir waren sehr froh, als wir in St. Petersburg wieder festen Boden unter den Füssen hatten.

vom schwankenden Tragflächenboot aus fotografiert, mit Blick auf das zukünftig höchste Gebäude Europas

Abends gingen wir auf Empfehlung eines Mitreisenden in ein Restaurant, in dem es ausgezeichnete Steaks gibt. Heinz  bestellte sich ein Steak medium. Das erste war durch und zäh, das zweite aussen braun, jedoch innen roh und kalt. Daraufhin verzichtete er auf Steak. Als Ersatz erhielt Heinz einen Wodka und Mimi ein Eis. Auf der Rechnung stand dann 1 x Salmon mit Spinat, 1 x Steak und unsere beiden Getränke. Großzügig wies der Kellner darauf hin, dass der Wodka und das Eis nicht berechnet wurde. Klever die Russen oder? Bezahlt haben wir das so natürlich nicht, sondern nur die Getränke und den Lachs.

Tag 35

Köfferchen packen, Frühstücksbuffet ausnützen und auschecken,  wir verlassen das Hotel Vasilievsky wieder. Der Bus holt uns ab und wir fahren zur Besichtigung der Peter-Paul-Festung. Sie ist das älteste, historische Baudenkmal von St. Petersburg, wurde 1703 während des Kriegs gegen die Schweden begonnen, aber nie als Verteidigungsanlage genutzt. Die Bastionen der Festung wandelte man in ein politisches Gefängnis um.

Gegen 14.00 Uhr geht’s zum Bus, der uns wieder nach Viborg bringt. Hier haben wir dann noch vor dem Abfahren der M/S Karelia Gelegenheit, einen Markt und die Markthalle zu besuchen und lernen so auch die andere Seite Russlands kennen. Die bewohnten Häuser gleichen Ruinen. Straßen und Gehwege sowie die gesamte Infrastruktur sind total vernachlässigt. Die Preise für Lebensmittel und Kleidung sind im Vergleich zur Großstadt St. Petersburg absolut billig, das Sortiment ist jedoch sehr eingeschränkt. Hier merkt man einfach die Sanktionen der EU. Jedoch kann man Coca Cola und Pepsi Cola im Gegensatz zu Obst und Gemüse überall kaufen.

die Markthalle (hier liegt das Fleisch noch  auf dem Tresen)

Servus Russland, der letzte macht das Tor zu

Rest des Tages,  wie bei der Hinfahrt: schauen, ruhen, essen. Nach Ankunft der M/S Karelia im Hafen von Lappeenranta, umsteigen in den Bus zur Rückfahrt  auf den Campingplatz in Lappeenranta. Ankunft um 23.00 Uhr.

 

Tag 36 – 39: Finnland

zurück in Finnland

Tag 36

RUHETAG!!!

Ausschlafen, ein bisschen Wäsche waschen und Blog schreiben. Erwähnen muss ich jetzt auch einmal: die letzten Tage ist es warm, man kann draussen auch ohne Jacke sitzen. Regen wie aus Giesskannen ist vorbei.

Tag 37

Auf gehts zu unserer letzten Etappe in Finnland mit dem Ziel der 225 km entfernten Hauptstadt Helsinki. Wir unterbrechen die Fahrt und machen einen Abstecher in der am Königsweg liegenden, kleinen Ortschaft Hamina.  Unser Spaziergang führt uns vorbei am Rathaus, der turmlosen lutherischen Kirche und der orthodoxen Kirche St. Peter und Paul.  Nachdem Hamina einmal eine Garnisonsstadt war, kann man mehrere Bastionen, Befestigungen, Kasernen und Militärschulen besichtigen. Interessant ist die gemischte Architektur der Stadt. Schweden, Russen und jetzt die Finnen, alle haben das Bild der Stadt geprägt. Und siehe da

ein WOMO das sich den Farben der Stadt anpasst

wo ist Mimi?

Am späten Nachmittag erreichen wir unser Ziel, den Campingplatz Rastila, Karavaanikatu 4 in 00980 Helsinki. Wir sind wieder mal die Letzten, werden aber trotzdem von Marinus und Ria willkommen geheissen.

Tag 38

Wie immer sehr pünktlich, werden wir um 9.30 Uhr am Campingplatz zur Stadtrundfahrt in Helsinki abgeholt. Sehr erfreulich ist natürlich, dass wir strahlenden Sonnenschein bei 15 Grad haben.

Begleitet werden wir von der finnischen Reiseleiterin Rita. Sie erzählt uns, dass auf Wunsch des Zaren Alexander II. Helsinki 1812 Hauptstadt mit weniger als 3.500 Einwohnern wurde und die Nachfolge vom wesentlich größeren Turku antrat. Weiter erfahren wir, dass Helsinki 621.000 Einwohner hat. Wir kommen an vielen imposanten und auch wichtigen Gebäuden, Rathaus, Bahnhof und und und vorbei .

Den ersten Halt haben wir bei der lutherischen Domkirche, die wir nach dem Hinaufsteigen der steilen Prachttreppe besichtigen. Der von aussen imposante Sakralbau ist im Inneren eher schlicht

Bemerkenswert darin ist die wunderschöne Orgelempore und

die Kanzel

Vor der Kirche ist der Senatsplatz, das Herzstück der Umgebung. Er wurde vom Deutschen Carl Ludwig Engel entworfen

Weiter geht es zur Uspenski-Kathedrale,  die größte russisch-orthodoxe Kirche in Nordeuropa

Innen herrscht wieder Gold und Pomp

Danach haben wir Zeit zur freien Verfügung. Wir nützen sie und essen am Markt eine sehr gute Lachssuppe, einen Fischteller mit Lachs, Märenen und den kleinen, super guten Frühkartoffeln, eine finnische Spezialität.

erschöpft vom Essen

bleibt noch Zeit für ein kleines Nickerchen

Höhepunkt unserer Freizeit ist für uns beide ein Spaziergang zu den Eisbrechern, die im Hafen liegen

Dann besichtigen wir noch noch das Riesenrad mit einer VIP-Gondel mit durchsichtigem Boden und einer Sauna-Gondel

die dunkle Gondel ist die Sauna-Gondel

Typisch finnisch ist, dass neben dem Marktplatz ein Schwimmbad von vielen   genutzt wird, auch bei nur 16 Grad und frischem Wind

14.30 Uhr war wieder Treffen am Bus. Es gab noch eine Besichtigung in der Felsenkirche, eine der modernsten Kirchen in Skandinavien

 

 

Abschluss unserer Stadtrundfahrt ist im Sibelius-Park mit dem abstrakten

Sibelius-Monument

Tag 39

Morgen verlassen wir nach 19 Tagen Finnland. Unser Womo war 22 Tage hier, denn es durfte ja nicht mit nach St. Petersburg

Tag 40 – 44: von Finnland nach Estland

Tag 40

Bereits um 8.15 Uhr verlassen wir den Campingplatz Rastila und machen uns auf den Weg zur Fähre in den Hafen von Helsinki.

Servus Finnland

Die supermoderne Mega Star von der Reederei Tallink bringt uns in 2 1/2 Stunden nach Tallinn in Estland.  Die Zeit reichte gerade für einen kleinen Imbiss und einen Einkauf im Tax Free Shop

der Whisky-Preis hätte unser Reisebudget überstrapaziert

Nach der Überfahrt haben wir die Halbinselwelt verlassen und sind nun auf dem Kontinent jetzt in

Estland

Unser Ziel ist Camping Pikseke in Haapsalu, Männiku tee 32. Als wir den Hafen verlassen haben, sind wir mitten im Stadtverkehr von Tallin. Dank Navi und Routenbuch kommen wir schnell aus dem Gewirr heraus und befinden uns auf der Schnellstraße nach Haapsalu, das ca. 100 km von Tallinn entfernt ist.

Sofort ins Auge sticht die landschaftliche Veränderung. Es wird nicht nur von Wald und Wasser beherrscht, die Landschaft ist eben und großflächig grün.

Der Campingplatz ist einfach und rustikal, deshalb gemütlich und ruhig.

Tag 41

Es ist wieder ein freier Tag und den nützen wir, um mit dem Bus und unseren Mitreisenden Vreni und Martin nach Haapsalu zu fahren. Günstig ist, dass die Bushaltestelle gleich neben dem Campingplatz ist. Vreni hat sich um die Abfahrtszeit gekümmert und pünktlich warten wir auf den Bus. Doch er kommt nicht, kommt nicht k….  Dann rufen wir eben ein Taxi und siehe da, das funktioniert.

Haapsalu gefällt uns gut. Die Altstadt ist sehenswert mit den vielen Jugendstil-Villen. Durch die heilende Wirkung des Schlamms von Haapsalu wurden mehrere Seebadehäuser und Schlammheilstätten gebaut

mondänes Seebad

In einem der vielen Holz-Souvenirläden hiess es dann

Achtung: Trolle unterwegs

Im Zentrum von Haapsalu ist die Ruine der stattlichen Bischofsburg, die Festung der ewigen Liebe. Innerhalb der Mauern liegt die gut erhaltene Domkirche. Schaurig schön bis furchterregend ist es im gut erhaltenen Kerker, wenn man um die Geschichte des berühmtesten Geists von Estland, der ewig liebenden Weissen Dame, weiss.

Ruine der auf einer Anhöhe liegenden Bischofsburg

Die Legende besagt, dass ein estnisches Mädchen sich in den Domherrn verliebte. Doch, wie auch noch heute, sollten die Domherren ein keusches Leben führen. Als die Liebschaft bekannt wurde, fällte der Bischof  das Urteil, den Domherrn ins Burgverlies zu werfen und das Mädchen lebend in die Wand der im Bau befindlichen Kapelle einzumauern. Das Klagen der armen Frau war noch für mehrere Tage zu hören.

Abends gingen wir dann noch in ein gemütlich eingerichtetes Lokal zum Essen. Witzig war, das haben wir erst nicht verstanden, dass man sich selbst das Essen an der Theke bestellen musste. Unsere bestellten Schnitzel waren dann zwar Frikadellen, geschmacklich jedoch, ebenso wie der Schweinebraten, ganz gut, doch die Spare Rips leider undefinierbar. Bei einem Preis von € 22,00 incl. Getränken war es auch wieder ganz in Ordnung.

Noch eine Anmerkung: seit der Unabhängigkeit Estlands wird der Tourismus aber nicht die Eisenbahnanbindung gefördert. Deshalb ist der Bahnhof seit 1995 geschlossen und jetzt

ein Eisenbahnmuseum

Tag 42

Um 8.00 Uhr morgens geht es mit dem Reisebus und einer Reiseführerin zur  Sightseeingtour nach Tallinn. Während der 1 1/2 stündigen Fahrt können wir die schönen Wiesen, blühenden Rapsfelder und Getreideacker geniessen. Es ist eine Wohltat für die Augen und auch das Gemüt, man wird fröhlicher.

Unser erster Halt war am Hotel Viru für eine kurze Kaffee- und PP-Pause. Die Fahrt geht weiter und wir kommen vorbei an riesigen Einkaufszentren und modernsten Bürogebäuden.

In der Vorstadt sind Relikte aus der Vergangenheit. Man sieht triste, fast verwahrloste Wohnblöcke, die für russische Arbeiter hochgezogen wurden.

Nächste Station ist die 1960 fertiggestellte, muschelförmige Sängerbühne, die 1980 die Keimzelle der Singenden Revolution war

Sängerbühne

Dann geht’s zur Ruine des Brigittenkloster

das im Sommer für Openair-Festivals genutzt wird.

Gegenüber des Brigittenkloster ist die Kanustrecke der Olympischen Spiele von 1980

links oben sieht man die Schale des olympischen Feuers

Anschliessend erkunden wir Tallinn zu Fuss. Wir kommen über den Rathausplatz zum Domberg, der die Altstadt von der Unterstadt teilt

und spazieren durch ein Tor, betrachten die Tortürme sowie die Mauer des Misstrauens, die erbaut wurde weil es zwischen den Bewohnern des Dombergs und der Unterstadt ständig Ärger gab.

Blick von der Oberstadt

In der gesamten Altstadt pulsiert das Leben. Es gibt zig Lokale und

Souvenirläden

Ständig kommen Fähren mit Finnen nach Estland, da der Alkohol in Estland wesentlich billiger ist. Unübersehbar sind die Kreuzfahrtschiffe aus der ganzen Welt

Tag 43

Warum, weshalb, wieso, wir wissen es nicht. Unsere Reisegruppe wurde heute von Reiseveranstalter acsi (trotz freiem Tag, wie von einigen Mitreisenden moniert!) ins Spa Hotel Bergfeldt in Haapsalu zum Essen eingeladen.

Der Empfang war sehr nett. Die Tische waren bereits schön für uns gedeckt. Wir erhielten Wasser, warmes Brot und Kräutercreme und konnten zwischen Rot- oder Weisswein und anderen alkoholfreien Getränken wählen.

Die Vorspeise – gemischter Salat mit Rindfleisch – das Hauptgericht – Lachs mit Gemüse und Kartoffeln – war sehr lecker. Zum Abschluss gab es noch Kaffee.

Nach dem Essen starteten wir dann mit Vreni und Martin am nahegelegenen Strand zum Verdauungsspaziergang

Das herrliche Wetter machte Appetit auf Eis, also auf in die Altstadt. Wir müssen jedoch feststellen, dass es keine Eisdiele gibt. Doch bei Pizza Grande haben wir auf der Speisekarte Eis als Dessert entdeckt und erhielten für € 1,90 dann den Grande Eisteller

Tag 44

ist Reisetag zum Riga City Camping, Kipsalas 8 in Riga. Wir fahren frühzeitig vom Campingplatz Pikseke in Haapsalu los, da wir 290 km vor uns haben und unsere Route grenzübergreifend von Estland nach Lettland geht.

Gemäß Routenbuch und Navi führt die Fahrt entlang der Küstenstrasse. Sie ist landschaftlich abwechslungsreich. Unsere Fahrzeit von 4 1/2 Stunden haben wir am schönen Sandstrand zu einem Spaziergang unterbrochen.

Strand soweit das Auge reicht

Tag 45 – 47: Lettland

Nachmittags haben wir Riga  erreicht und gehen noch schnell einkaufen, denn für 18.30 Uhr hat sich Besuch zum Essen bei uns angesagt. Andi und Erich, ehemalige Kollegen von Mimi, sind heute in Riga angekommen. Man beachte aber: sie sind die 2050 Kilometer von Augsburg nach Riga mit dem Fahrrad gefahren. Ihr Ziel ist Helsinki.

Unser Wiedersehen nach fast 5 Jahren war sehr emotional, die Freude riesig, unbeschreiblich. Wir hatten einen sehr netten, unterhaltsamen Abend und konnten uns ausführlich über unsere unterschiedlichen Reisewege austauschen. Um 23.00 Uhr machten sich beiden auf den Weg in das 4 km entfernte Hotel und wir zum Abwasch.

Tag 45

Für heute ist ein Busausflug mit einer Reiseführerin in Riga angesagt. Wir werden um 9.30 Uhr am Campingplatz abgeholt und nach der Überquerung der Daugava auf der großen Brücke sind wir in der Neustadt von Riga, die auf einer Insel liegt.

Bei der National Opera steigen wir aus dem Bus und unsere Reiseleiterin erzählt über das Gebäude und die Künstler. Von der Oper geht es zum  beeindruckenden Freiheitsdenkmal, bei dem wir rechtzeitig zum Wachwechsel ankommen. Man beachte: Die Soldaten stehen hier nur bei schönem Wetter, denn sie sind Berufssoldaten und müssen geschont werden.

Riga hat die über Jahrhunderte dauernden Auseinandersetzungen mit Deutschen, Schweden, Polen und Russen weitgehend gut überstanden, so daß über 800 wunderschöne, zum Teil im Jugendstil gebaute Prachtbauten zu sehen sind

das Schwarzhäupterhaus

Auf unserem Weg zu Fuss durch die Altstadt liegt die St.-Jakobs-Kathedrale, der Dom, das Rathaus, das Rigaer Schloss, die Petri- und Johanneskirche….

Besonders beeindruckt waren wir von den Bauten des Architekten Michail Eisenstein, der prächtige Häuserfassaden mit Masken, Löwen und einfallsreich gestalteten Fenstern errichtete oder auch die vier Elemente in sein Bauwerk einplante.

Mittags werden wir mit dem Bus ins Buffet-Restaurant Lido gefahren und erhielten das dort selbst gebraute Bier sowie ein leckeres, dreigängiges Menü

Unser zusammenfassender Eindruck ist, dass Riga eine sehr schöne,  gut erhaltene, gepflegte, wirklich sehenswerte Stadt ist.

Erwähnen möchte ich heute noch ein paar Sätze unserer ausgesprochen netten, kompetenten Reiseleiterin:

„Wald, Wald, Wiesen, Haus und schon ist Lettland aus“ oder

„die Uboot-Christen: sie tauchen nur an Weihnachten und Ostern auf“

Tag 46

Heute kann wieder jeder machen was er will. Vielleicht nochmals mit dem Taxi nach Riga oder in den großen Markt fahren? Jūrmala, wie von Marinus vorgeschlagen, fällt mangels Mobilität flach. Spontan entscheiden wir uns, erst mal nichts zu tun. Später machen wir bei strahlendem Sonnenschein  einen kleinen Spaziergang und kommen zur 625 Meter langen

Vanšu-Schrägseilbrücke, die die Düna überspannt

Um 19.30 folgt die Routenbesprechung und ein kleiner Umtrunk mit Dips und Häppchen, denn drei unserer Mitreisenden haben oder hatten Geburtstag.

Tag 47

Unser Aufenthalt in Lettland endet heute, deshalb machen wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Reiseziel, nach Kaunas in Litauen.

Tag 47 – 49: Litauen

Litauen

Es regnet während der 260 km langen Strecke ununterbrochen in Strömen.

Gibt’s das Tier auf dem Verkehrszeichen?

Wir haben’s nicht überfahren!!

Landschaftlich unterscheidet sich Litauen sehr von Estland und Lettland. Es ist eben, wir fahren vorbei an riesigen Getreide- und Hirsefelder sowie vielen Flächen, die mit Gemüse bepflanzt sind.

Wermutstropfen allerdings ist, dass die Straßenführung wieder über viele Kilometer kerzengerade ist, massig LKW’s fahren, so dass man aufgrund des sehr regen Verkehrs wenige Überholmöglichkeiten hat, doch es eilt ja nicht.

Tag 48

Und noch ein Tag zur freien Verfügung. Nach einem ausgiebigen Frühstück machen wir uns auf den Weg zum 1,7 km langen Einkaufsboulevard in der Neustadt von Kaunas. Die Haltestelle von dem ca. 40 Jahre alten Schienenbus ist ganz nahe am Campingplatz, deshalb entscheiden wir uns, mit diesem Verkehrsmittel in die Innenstadt zu fahren.

So ganz einfach war die Verständigung mit der Busfahrerin wegen der Bezahlung des Fahrpreises nicht. Sie hätte uns auch gratis fahren lassen, doch ein Mädchen zeigte uns dann, wie man vorgehen muss, so dass wir den Fahrpreis von € 0,80 pro Person ordnungsgemäß entrichten konnten

Inneneinrichtung eines litauischen Busses

die drei gelben Zettel sind die Fahrpreise, darunter ist der Zahlteller, der zum Fahrer gedreht werden muss

Bei der V. Putvinskio-Straße sind wir ausgestiegen und waren sofort in der Hauptgeschäftsstraße

mit vielen Läden, kleinen Restaurants, Denkmälern mit litauischer Geschichte, gesäumt von wunderschönen Blumenrabatten und Linden. Achtung: hier herrscht überall Rauchverbot!!

Diese Allee wird Freiheitsallee genannt. Sie entstand 1982 und war die erste Fußgängerzone der Sowjetunion. Sie endet bei der Erzengel-Michael-Kirche mit ihren fünf Silberkuppeln. Leider ist sie optisch nicht ansprechend, d.h. einfach ungepflegt.

Wir spazieren dann noch zur Brücke, die auf der einen Seite zur Stadt führt und auf der anderen zum Stadion

Tag 49

Es fällt uns immer schwerer, morgens um 6.45 Uhr (nicht zu vergessen MEZ 5.45 Uhr) aufzustehen, um pünktlich um 8.00 Uhr in den Bus, für eine Standrundfahrt nach Vilnius einzusteigen. Die Stadt liegt ca. 100 km von Kaunas entfernt, soll heissen Fahrtzeit 1 1/2 Stunden.

In Vilnius steigt dann eine Reiseleiterin zu. Sie erzählt, dass die Stadt 600.000 Einwohner hat und liebevoll das „Rom des Baltikums“ oder „Jerusalem des Nordens“ genannt wird. Außerdem erfahren wir, dass Vilnius ca. 50 Kirchen hat, die wir, Gott sei Dank, heute nicht alle besuchen werden.

Doch der erste Halt zur Besichtigung ist natürlich bei einer Kirche und zwar der barocken Peter-und-Paul-Kirche. Von aussen ist sie unscheinbar, doch im inneren ist man überwältigt von den etwa 2000, weiss schimmernden Stuckfiguren.

Nach einer kurzen Pause gehen wir zu Fuss zur schwarzen Madonna,

zur Bibliothek, über den Kathedralenplatz zum Glockenturm und der St.-Stanislaus-Kathedrale

Dank der Reiseleiterin können wir die Universität und die darin befindliche Kirche besichtigen und kommen auch problemlos in den Garten des Präsidentenpalastes. Er ist selbstverständlich bewacht, doch bis zur Treppe, natürlich ohne roten Teppich, konnten wir ohne weiteres vordringen.

Um 13.00 Uhr sind wir vom Reiseveranstalter acsi zum Mittagessen eingeladen. Es gibt ein leckeres, dreigängiges Menü, ein Getränk und abschliessend Kaffee. Nach dem Essen haben wir nur kurze Zeit zur freien Verfügung.

Wir fahren noch nach Trakai, zum Wahrzeichen des Landes Litauen, der „Stadt auf dem Wasser“. Die gotische Wasserburg aus Backstein, mit den roten massiven Wachtürmen, liegt idyllisch im blauen See. Es ist Samstag, schönes Wetter und deshalb verständlich, dass sehr, sehr viele Leute die Burg besuchen.

Um 18.00 Uhr sind wir wieder am Campingplatz. Zum Abschluss des Tages gibt es noch die Routenbesprechung.

 

Tag 50 – 54: Polen

Tag 50

ist Reisetag. Wir verlassen Litauen und machen uns auf den Weg nach

Polen

zum Camping Seeblick in Ruska Wies-Mragowo, ein Ort der polnischen Woidwodschaft Ermland Masuren. Erneut kämpfen wir mit Städtenamen. Es fällt uns schwer sie zu lesen, geschweige denn zu sprechen.

Die Fahrt ist sehr schön. Es scheint die Sonne und am blauen Himmel sind zum Greifen nahe wunderschöne, weisse Wolken

Wir kommen vorbei an Feldern, verschieden farbig blühenden Wiesen und nur wenigen kleinen Wäldern

Ganz begeistert sind wir von den vielen Störchen und Storchennestern. In einem Feld, das ein Bauer gerade gemäht hat, konnten wir ganz viele sehen, die ihr Futter aus dem Feld pickten

das Storchennest im Bauernhof

Auf unserem persönlichen, kulturellen Programm stand noch der Besuch der Wolfsschanze im Dorf Wilczy Sczaniec. Wolfsschanze war der Tarnname für  ein militärisches Lagezentrum des Führungsstabes der deutschen Wehrmacht und eines der Führerhauptquartiere während des Zweiten Weltkrieges.

Die Wolfsschanze lag in einem dichten Wald unter nichtbrennbaren Tarnnetzen. Sie bestand aus 40 Wohn,-Wirtschafts- und Verwaltungs-gebäuden sowie 7 massiven und 40 leichten Stahlbeton-Bunker, die alle 1945 von der Wehrmacht gesprengt worden sind

hier gilt „Betreten verboten“

Die Decken der massiven Stahlbunker waren 6 bis 8 Meter dick

an Mimi sieht man wie gigantisch dick die Mauern waren

Doch die Natur holt sich alles zurück. Die 57 ha der Wolfsschanze sind jetzt ein wichtiges

Biotop

Für 18.30 Uhr hatten wir uns zu einem Grillabend angemeldet. Schade,  das sehr rustikal servierte Essen (vergleichbar einer Jugendherberge) passte so überhaupt nicht zum dafür verlangten Preis.

High light des abends war die Rede von Annette, die in Gedichtform unsere gesamte Reise sehr lustig verpackt, vorgetragen hat. Ganz nett war auch, dass wir von Ria und Marinus, mangels Auftauchen eines Elchs auf unserem Reiseweg, einen Untersetzer aus Holz mit einem ausgestanzten Elch erhielten. Lothar und Bruno mit Heinz spendierten dann noch je eine Flasche Kräuterschnaps, so dass es ein sehr netter „feucht-fröhlicher“ Abend wurde.

Tag 51

ist wieder ein „Jeder macht was er will Tag“ das heisst für uns, wir schlafen richtig aus und zwar gleich bis 11.00 Uhr. Verpasst haben wir nichts, denn es hat geregnet. Kaum aufgestanden, kommt auch schon die Sonne raus.

Ist es hier nicht wunderschön?

Wir geniessen den Tag mit

faulenzen, lesen  und sonnenbaden

bis heisst: auf zur Routenbesprechung denn morgen ist

Tag 52

Reisetag nach Toruń.

Heinz beschliesst, dass wir von der Route abweichen und einen Abstecher nach Ilawa machen. Ilawa liegt in der polnischen Woidwodschaft Ermland-Masuren und hiess früher Deutsch-Eylau in Westpreussen. Deutsch-Eylau ist der Geburtsort seines Vaters.

Bei schönem Wetter ist die Fahrt durch die Ermland-Masuren sehr abwechslungsreich. Wir kommen vorbei an vielen kleinen und großen Seen,

gepflegten Häusern, oft mit einem großen bunten Blumengarten und wieder an Orten mit für uns unaussprechlichen Namen.

In Ilawa machen wir einen Spaziergang zum

Rathaus

der katholischen Pfarrkirche, die Maria gewidmet und im Stil der

Backsteingotik

errichtet wurde und dem Bahnhof. Wir stellten fest, dass Ilawa eine moderne Stadt mit nur wenigen alten Häusern ist

hier eins der wenigen mit schön angelegtem Rasen

Das Zentrum vom Wassersport-Tourismus ist der

Geserichsee

und Heinz meinte:

das wäre eigentlich auch eine schöne Heimat

Jetzt geht aber auf nach Toruń. Um wieder auf die Route gemäß Routenbuch zu kommen, mussten wir sehr schlechte Straßen, eher Wege fahren. Eine Achterbahnfahrt ist gemütlicher. Es ist verwunderlich, dass unser Geschirr noch heil ist.

Um 18.00 Uhr sind wir am Camping Nr. 33 Tramp (nicht  zu verwechseln mit Trump) in Toruń angekommen. Toruń ist eine der beiden Hauptstädte der polnischen Woiwodschaft Kujawien Pommern. Es war noch schön warm, so dass dann ein letztes gemütliches Beisammensein am Campingplatz versammelten.

Tag 53

Um 11.00 Uhr ist Treffen am

Kopernikus-Denkmal – zu sehen rechts vom Bild

mit der sehr witzigen Stadtführerin in Toruń. Sie erzählt uns, dass Kopernikus in Torun geboren ist. In welchen Haus weiss so Recht niemand, da die Familie Kopernikus sehr reich war und im Besitz mehrerer Häuser in Toruń war.

Vorbei am Kopernikus-Denkmal stehen wir auch gleich vor dem altstädtischen Rathaus, dessen Bau im 13. Jahrhundert begonnen wurde und heute Sitz des Bezirksmuseums ist. Ältester Gebäudeteil ist der 1279 erbaute Turm. Das Gebäude ist das architektonische Vorbild des Berliner Rathauses.

Früher war im Untergeschoss einen Weinkeller, im Erdgeschoss die Verwaltung und das Gericht mit gleich anschliessendem „Vollzugsort“ der jeweiligen Strafe, wie z.B. Hand ab oder brandmarken (heute Tattoo, Anmerkung der Führerin). Die weiteren Stockwerke dienten der Verwaltung.

der Richter und der Ratsherr im Innenhof des Rathauses

Wir besichtigen die Marienkirche

sahen die Stadtmauer mit Mauerturm und gingen

zum schiefen Turm. Die Neigung beträgt beim Turm 6 % und man sagt, dass er mehr geneigt ist, als der schiefe Turm von Pisa.

Wir sehen eine schöne Parkanlage mit Blick auf die Weichsel und die Pilsudski-Brücke.

Danach haben wir erst den gotischen Speicher, der einem Adventskalender gleich kommt leider kein Foto) und dann den barocken Speicher gesehen.

Nicht fehlen durfte der

Dom St. Johannes

In der sehr belebten historischen Altstadt

gibt es viele Geschäfte die Thorner Lebkuchen oder Thorner Honigkuchen verkaufen. Die Herstellung geht auf eine Tradition aus dem 13. Jahrhundert zurück und ist in ganz Polen bekannt.

Zum Abschluss der Stadtführung standen wir dann erneut vor einem angeblichen Geburtshaus von Kopernikus.

Mit Ernst und Elisabeth gingen wir in ein schönes Restaurant

und haben vorzüglich gegessen

Um  18.30 Uhr wurden wir vom Reiseveranstalter acsi  zum Abschiedsessen, einem 4gängigen Menü, ins Hotel Gromada eingeladen. Es folgten noch Ansprachen von Erhard und Marinus. Nach 2 1/2 Stunden und diversen Verabschiedungen war die 42tägige Reise zu Ende.

Tag 54

ist der erste Tag, an dem wir wieder auf uns selbst gestellt sind und siehe da, trotzdem stehen wir beide schon um 7.30 Uhr auf. Die neue Selbständigkeit beginnen wir mit einem mittelmäßigen Frühstück auf dem Camping Nr. 33 Tramp in Toruń. Es gibt viel zu diskutieren – wohin fahren wir –  schauen wir in Polen noch was an – zieht es uns nach Prag – geht es in Richtung Heimat?

Gewonnen hat die Heimat. Unsere erste Station wird Frankfurt an der Oder sein. Wir entscheiden der neuen mautpflichtigen

Autobahn

zu fahren, die an schönen Landschaften vorbeiführt. Bemerkenswert sind die vielen

breiten Wildübergänge

In der Dammvorstadt Lebus an der Oder, im äußersten Westen von Polen legen wir noch einen Tankstopp ein

noch über die Brücke

dann sind wir wieder in

Deutschland in Frankfurt/Oder

und am Ende unserer großen Nordreise

Resümee unserer Tour

Die Reise war von acsi touren- und eventmäßig sehr gut organisiert, so dass wir unser Augenmerk voll und ganz auf die Sehenswürdigkeiten sowie die unterschiedlichen Landschaften richten konnten. Sehr angenehm war, dass von den Reiseleitern Marinus und Ria die gesamte Organisation auf den Campingplätzen abgedeckt wurde.

Erwähnenswert ist auch, dass die Reisetage nicht im Konvoi verliefen, sondern jeder für sich während der Fahrt das jeweilige Land und die durchwegs netten, hilfsbereiten Leute kennenlernen konnte (einzige Ausnahme: der Dieb in Stockholm).

In allen acht, von uns bereisten Ländern, konnte man gut essen. Auch der Einkauf von Lebensmitteln war überall problemlos. Wir konnten viele landestypische Spezialitäten probieren und unseren kulinarischen Horizont erheblich erweitern.

So, nun genug geschwärmt, es gibt natürlich auch negative Eindrücke. Das Reisen in einer Gruppe mit 35 Personen über 42 Tage ist nicht so unser Ding.

Anstrengend waren insbesondere die letzten Tage in Estland, Lettland, Litauen und Polen mit einer Mammut-Besichtigungstour. Das Gehörte und Gesehene konnte nicht mehr richtig aufgenommen werden.

Doch wie auch immer, wir haben an einer beeindruckenden Reise mit vielen Highlights teilgenommen, die wir alleine so nicht auf die Beine hätten stellen können.

Ende der Berichterstattung zur Nordreise

und auf zu neuen Reisen, über die wir natürlich wieder berichten